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Von Rohit Kumar
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| Der Junge in der Mitte Vinod |
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| Die Kinder mit Clown Shows wieder aufmuntern |
»Katastrophenbedingtes Posttraumatisches Erlebnis« ist nicht nur ein neues Schlagwort in den Medien, es existiert tatsächlich. Heute haben wir mit eigenen Augen diese Realität miterleben müssen!
Gerade als wir mit unserem Jeep im Dorf Muthaliyarkuppam, 20 Km von Cuddalore, ankamen, brach plötzlich ein Chaos aus. Irgend jemand schrie lauthals, »Tsunami, Tsunami!!!« und Männer Frauen und Kinder fingen an, schreiend vom Strand zu flüchten. Ein kleiner Junge, Vinod, stand nur vor sich hin schluchzend da. Seine Eltern waren gerade am Strand und er wollte sie nicht verlieren. Ich hielt seine Hand, legte meinen Arm um ihn und sagte immer wieder, »Keine Angst, es wird schon alles gut werden!« Ich bin froh, dass dabei eine Frau für mich auf tamilisch übersetzte. Der Junge umklammerte meine Hand, Tränen strömten über sein Gesicht und er wollte einfach nicht mehr loslassen. Schließlich ließ die Panik dann ab, da es sich um einen falschen Alarm gehandelt hatte - Gott sei Dank. Dennoch stand den Kindern immer noch das Entsetzten im Gesicht geschrieben, sowie all den anderen Altersgruppen. Da mein tamilisch nicht gut genug ist, um in einem Gespräch näher auf Vinod eingehen zu können, war ich mir nicht sicher, was ich tun sollte. Ich nahm meinen Kugelschreiber und malte für ihn in meinem Notizbuch einen Kreis. Vinod murmelte etwas. Dann malte ich innerhalb des Kreises zwei Augen, eine Nase und einen Mund. Ein verstohlenes Lächeln schlich sich über sein Gesicht. Fortschritt. Dann malte ich den Rest des Körpers und fügte meiner Zeichnung einen ganzen Haufen Luftballons hinzu. Vinod fing an zu kichern. Seine Furcht hatte sich also zerstreut.
In der Zwischenzeit hatten sich einige andere Kinder um mich geschart und baten mich darum, jedem ein Porträt zu malen (ehrlich gesagt, habe ich mein Leben lang nie malen können). Nach einigem Hin und Her stimmten die Kinder zu, von mir nur simple Skizzen, anstatt Porträts zu bekommen, und so setzte ich mich kurzerhand hin und fing an zu skizzieren - und die Kinder waren begeistert.
Mittlerweile hatte der Rest unseres Teams mit einigen Dorfbewohnern Einzelheiten besprochen und wir starteten darauf unser kleines Unterhaltungsprogramm für die Kinder. Wir fingen mit einem interaktiven Musikstück auf tamilisch an, welches sich meine sprachlich besser versierten Kollegen am Vormittag ausgedacht hatten. Die Kinder machten mit all den Schritten und Bewegungen einfach mit und waren begeistert. Anschließend führten wir einen Sketch mit dem Namen »Verändere die Welt« auf, die wahre Geschichte eines alten Schäfers, der ganz auf sich allein gestellt ein gesamtes vertrocknetes Gebiet der Provence wieder aufforste, indem er jahrelang Tag für Tag unterwegs Eicheln, Nüsse, Buchen und Nüsse jeglicher Art pflanzte.
Fast das gesamte Dorf hatte sich nun um unsere provisorische Bühne versammelt. Viele der Dorfbewohner äußerten sich später sehr positiv über die Bedeutsamkeit und Relevanz unseres Sketches. Danach verleibte sich ein als Clown verkleideter jüngerer Kollege die Bühne und die völlige Aufmerksamkeit des Publikums ein. Für etwa 20 Minuten kugelten sich Dorfbewohner vor Lachen über seine ulkigen Parodien und Clownereien. Das Gelächter war wie heilendes Balsam für diese Menschen, als ob eine Welle der Fröhlichkeit durch Muthaliyarkuppam geschwappt war, die auf jedem Gesicht ein Lächeln hinterließ für mich eines meiner schönsten und bewegendsten Erlebnisse!
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