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WELTWEITES WERK


JULIAS HEIMGANG
Trost für krebskranke Kinder
-Rumänien, Mai 2005




Von Michael und Susan Kennedy

Julia (mitte)

Sam mit einem der jungen Patienten
Unser aufopfernder Dienst am Menschen als christliche Missionare bringt es mit sich, dass man Menschen sterben sieht und dass man damit umzugehen lernt. So auch bei unserem Einsatz für die krebskranken Kinder von Cluj. Wir trösten die jungen Patienten/-innen und deren verzweifelten Angehörigen und bereiten die betroffenen Kinder auf den Abschluss dieses Lebens und das Hinübergehen in ein besseres Leben vor. Die Bibelverse »Gott ist Liebe« und »alle Dinge dienen denen zum Besten, die Gott lieben« sind während dieser schwierigen Zeit eine enorme Ermutigung für die Betroffenen.

Allerdings bricht es einem das Herz, zu sehen, wie so viele von ihnen dem Tode so nahe sind. Diese Kinder sind solche herzensgute kleine Persönlichkeiten und mit vielen von ihnen haben wir mittlerweile tiefe Freundschaften schließen können. Allerdings sind einige von ihnen kürzlich gestorben.

Wir wissen, dass es jenen jetzt besser geht und sich jetzt an einem besseren Ort befinden, frei von Schmerz und von den Problemen dieses Lebens. Es ist tröstend zu wissen, dass wir ihr Leben dem »Einen« anvertrauen können, Er, der sie geschaffen hat und sie sogar noch viel mehr liebt, als wir es selber je könnten.

Dies ist die Geschichte von Julia, eine von vielen Geschichten, über die kleinen Patienten/innen des Krebskrankenhauses Cluj (Klausenburg), Rumänien, die einem das Herz brechen.

Sie wuchs auf in einer Familie von Vegetariern. Ihre Augen suchten nach etwas Bestimmten, wann immer sie tief in meine Augen blickte. Mit ihrer ganzen Art und Weise strahlte sie eine gewisse innere Ruhe und einen besonderen Frieden aus. Es gelang ihr mühelos, die verschiedensten Situationen zu meistern, auch hielt sie mit ihrer Meinung nicht zurück.

Während der Zeit ihrer Krebsbehandlung lernten wir sie und ihre Familie sehr gut kennen. Es handelt sich hier nicht um eine gewöhnliche Krankenstation, hier sind die Menschen verzweifelt nach moralischer Unterstützung, etwas Liebe und Freundschaft, seien es nun die Patienten oder deren Angehörigen. Julia war fast immer dabei, wenn wir zwei mal die Woche kamen, um mit Aktivitäten Freude zu bringen. Aber es gab eine Zeit, wo sie nicht kommen konnte, wegen der Chemotherapie war sie bettlägerig und konnte sich einfach nicht mehr aufrappeln.

Die letzten Wochen ihres Lebens verbrachte sie zum größten Teil im Bett. Ihr Vater massierte oft ihren Rücken und ihre Beine, um die Schmerzen zu mildern. In diesem Stadium bringt Morphium wenig Linderung und die Ärzte schickten sie kurzerhand nach Hause. Ein paar Tage später brachte sie ihr Vater zu einem Spital in einer anderen Region, wo sie dann auch zwei Tage später starb.

Gerade zu der Zeit hatte ihr Großvater einen Traum, in dem die Engel kommen sah, um Julia heimzuholen. Er sah einen Jungen und ein Mädchen, in weiß gekleidet, wie sie nach Julias Tod die Familie besuchten und trösteten. Als wir Julias Angehörige eine Visite abstatteten, behandelten sie uns, als wären wir die Personen in dem Traum, obwohl wir nicht in weiß gekleidet waren.

Es war uns möglich, Julias Familie mit vielen ermutigenden Worten über Gottes unendliche Liebe und den Himmel zu trösten. Trost, den sie nach all dem Erlebten dringend und bitter nötig hatten. Ich bin persönlich überzeugt, dass wir wohl die Personen in Großvaters Traum gewesen sein müssen, es kann nur Gott gewesen sein, der es uns aufs Herz gelegt hat, nach Julias Tod gleich ihre Familie aufzusuchen.

Wir stehen mit den Familie Julias in ständigen Kontakt und haben mit ihr aufgrund dieser schwierigen Phase eine tiefe Freundschaft aufbauen können.

Wir sind auf Hilfe angewiesen sind. Helft uns jetzt mit finanziellen Spenden. Wir sind dankbar für jede Unterstützung.

Unsere Bankverbindung in Österreich:
VKB Bank BLZ: 18600. Kontonr:120 360 91 Michael Kennedy

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