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WELTWEITES WERK


DEVA 2007
14. - 31. Juli


Von Andrea, Ungarn

Waisenkinder Christina und Marika haben
Andrea in's Herz geschlossen
Am 14. Juli 2007 machte sich unser 9-köpfiges Team mit einem gesponserten Leihwagen auf dem Weg von Budapest in Ungarn nach Deva, einer rumänischen Kleinstadt in Transsylvanien – ein Gebiet, das zu 20% von der ungarischen Minderheit bevölkert ist. Ein befreundeter Priester, hierzulande bekannt für seine Aufopferung für die Waisenkinder Siebenbürgens, bat uns vor einiger Zeit, ein Sommercamp in einer seiner Einrichtungen durchzuführen. Unser Team bestand aus 4 Erwachsenen und 5 unserer eigenen Youngster, 12-15 Jahre alt. Daniella, Jeannette, Kris, Daniel und Julie brannten darauf, einmal selber die Erfahrung »Helfen im Waisenhaus« zu machen.

Die folgenden 2 Wochen gestalteten sich als Herausforderung, da uns unvorhergesehen auch die kleineren Kinder zugeteilt wurden. Nun mussten wir spontan umdisponieren und die Kinder in 2 Gruppen – die Kleinkinder, und die größeren Kinder und Jugendlichen zusammen – einteilen und täglich zusätzliche Projekte einplanen. Nun, mit Gott ist nichts unmöglich und da wir in unseren täglichen Planungsbesprechungen ständig Gottes Hilfe heranzogen, lieferte er dann auch all die großartigen Ideen.

Jeden Morgen nach dem Frühstück begannen wir den Tag mit Action-Songs aus unserem Family Repertoire, das half den Kindern aus sich herauszukommen. Jeder tanzte, sprang und hopste kräftig mit und alle hatten dabei einen Riesenspaß. Anschließend vermittelten wir den Kindern in zwei Gruppen anhand Geschichten, Anekdoten, Sketchen und Theater, dass Gott »immer« für sie da ist – ganz gleich, in welcher Situation sie sich im späteren Leben auch mal befinden werden. Danach ging dann die Action los, jeden Tag und fast jeden Abend unternahmen wir mit und für die Kinder und Jugendlichen die verschiedensten Aktivitäten: Hindernislaufen, Schatzsuche, Verstecken, Schwimmen, Theater zum Mitmachen, Spaziergänge, größere Ausflüge, Bastelkurse, Basketball- und Fußballspiele, ein Grillfest und am Abend vor unserer Abreise eine Disco-Night für die Jugendlichen.

Daniel, unser Sänger und Musiker, wurde zwischendurch immer wieder gebeten, einige Stücke mit der Gitarre zu spielen, was meistens in einem Dutzend stürmischer Mitmach-Songs ausartete, zur Begeisterung der Kinder, sowie der handvoll Freiwilligen aus Deva, die uns täglich beim Camp behilflich waren. Immer wieder kamen die jüngeren Waisenkinder auf uns Erwachsene und Youngster zu, sie kuschelten sich in unsere Arme, suchten die körperliche Nähe und wollten einfach nur für längere Zeit gehalten werden. Ein »Luxus«, der ihnen sonst wenig gegönnt ist und den sie häufig bei uns suchten. »Feierabend« war etwas, dessen wir uns in diesen 2 Wochen selten frönen konnten, aber das war es uns in diesem Fall wert. Die Abendstunden gehörten häufig den anderen Freiwilligen und den Jugendlichen, die oft Rat suchten, tiefe Fragen über das Leben und Gott und die Welt hatten. Das wichtigste war hierbei einfach zuzuhören, anschließend konnten wir dann Gottes Antworten aus der Bibel geben.

Insgesamt war das Sommercamp für alle Beteiligten eine Rieseninspiration. Für uns Organisatoren war es schon toll zu sehen, welche Wunder Gott wirken kann, wenn wir ihn Schritt für Schritt mit in unsere Planungen einbeziehen und für all die Einzelheiten und Faktoren beten; für unsere Youngster, ohne deren Hilfe und Ideen vieles nicht möglich gewesen wäre und die Zuhause gleich mit der Frage herausplatzten: »Wir vermissen wirklich die Kinder und das Camp, wann können wir das wieder machen?« Die Kinder und Jugendlichen des Waisenhauses hatten wohl am meisten vom Camp, uns verbindet nun eine ewige Freundschaft, sowie die Erinnerung an ein außergewöhnliches Sommercamp, das von Gottes wunderbarer Liebe und Inspiration erfüllt war. Regelmäßig bekommen wir nun SMS-Mitteilungen geschickt und werden gefragt, wann wir denn nun wieder zurückkommen. Abgesehen davon, dass alle 50 Waisen Jesus persönlich als ihren Erretter angenommen haben, konnte nach unserer Meinung jeder spüren, dass Gott seine Freude daran hat, wenn wir das Leben wirklich genießen und Spaß miteinander haben.


Schwimmspaß im großen Springbrunnen

Annamarie fühlt sich in Jeannettes Armen wohl

Ausflug und Erfrischungspause

Daniel (rechts) und Johnny (mitte), unsere Entertainer und Musiker

Körperlicher Kontakt war den Waisenkindern wichtig

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