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Von Gabe und Kina
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Vorher und nachher: Kina (Foto oben, rechts) unterrichtet Frauen in einem Armenviertel von Cuernavaca, Mexiko, die jetzt ihre eigenen Klassen und Gemeindeprojekte leiten ( Foto unten).
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In den letzten fünf Jahren halfen wir einkommensschwachen Familien einer kleinen Holz- und Blechhüttensiedlung in Cuernavaca, Mexiko. Im Laufe der Zeit brachten wir Woche für Woche Hilfsgüter wie Nahrungsmittel, Kleidung, Baumaterialien, Rollstühle und Kühlschränke Sachspenden, die uns liebenswürdigerweise von hiesigen Geschäftsleuten gesponsert wurden.
Jede Woche erteilten wir den Eltern sowie auch deren Kindern Bibelklassen, die oftmals Sketche, Lieder, Spiele und andere Lehrmethoden beinhalten. Die Gruppe der Erwachsenen, zumeist Hausfrauen, schätzte diese Klassen sehr. Nachdem jeder mit uns gebetet hatte, Jesus als persönlichen Retter aufzunehmen und mit dem Heiligen Geist erfüllt zu werden, wuchs und gedieh der Glaube all der Teilnehmer/-innen. Nach jeder Klasse beteten wir gemeinsam für spezifische Bedürfnisse, die ein jeder vortrug. Im Laufe der Zeit machten viele von ihnen Erfahrungen mit erstaunlichen Antworten auf Gebete und die Bibelgruppe wuchs, als sich die Nachrichten über all die kleinen und großen Wunder verbreiteten.
Gelegentlich planten wir auch besondere Events ein, wie Picknicks, Basare, Tombola und Theaterworkshops für die Kinder. Mitunter begleiteten uns einige der Kinder, um ihre Stücke während unserer Projekte in Waisenhäusern und anderen Einrichtungen aufzuführen.
Kürzlich fanden in der Vorgehensweise dieses Projektes einige notwendige Veränderungen statt, da wir feststellen mussten, dass diese Familien zu sehr von unserem Engagement abhängig waren, theoretisch hätten viele der Aktivitäten mittlerweise von ihnen selber initiiert und ausgeführt werden können. Die Zeit war gekommen, Methoden, die wir ihnen jahrelang beigebracht hatten, selber in die Praxis umzusetzen.
Wir machten drei der Frauen, die Führungsqualitäten hatten, einen Vorschlag: Wenn jede von ihnen abwechselnd die Bibelklassen für die Erwachsenen und die Kinder übernehmen würden, könnten wir sie immer noch einmal pro Monat besuchen um Führungstraining zu geben, die Lehrmaterialien zu bringen und dabei behilflich zu sein, die Klassen vorzubereiten. Anfänglich hatten sie verständlicherweise Ängste und ihre Vorbehalte, aber mit der Zeit und mit viel Übung entwickelten sie sich zu ausgezeichneten Lehrerinnen.
Etwas später riefen sie eine Intitiative ins Leben, die uns in Erstaunen versetzte. Es hatte immer einige Frauen in der Gruppe gegeben, die nicht lesen konnten, demnach organisierten unsere drei Lehrerinnen Leseklassen für sie, und das mit erstaunlichen Resultaten. Diese aufopfernde Initiative hat innerhalb der Gemeinschaft viel zur Atmosphäre der Einheit und zur Bereitwilligkeit, sich gegenseitig zu helfen, beigetragen. Davon abgesehen können nun einige der Teilnehmer/-innen zum ersten Mal in ihrem Leben das Wort Gottes selber lesen!
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