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Titel: "Lese-Ecke": Deine geistige Nahrung - täglich frisch serviert.

GEGEN DEN STROM SCHWIMMEN!




Feuilleton von Keith Phillips,
Redakteur des Activated-Magazins:


Bei den Vorbereitungen zur letzten Activated-Ausgabe lenkte etwas meine Aufmerksamkeit auf die folgende Äußerung des U.S. Journalisten Edward P. Murrow aus dem Jahre 1958 – Murrow war in den Pioniertagen des Fernsehens ein Wegbereiter der TV-Reportage:

»Gegenwärtig geht es uns gut, wir sind reich, träge, zufrieden und selbstzufrieden. Das spiegelt sich in unseren Massenmedien wieder. Doch wenn wir uns nicht von unserer Trägheit erheben und uns bewusst wird, dass das Fernsehen dazu benutzt wird, uns abzulenken, zu täuschen, zu zerstreuen und zu isolieren, werden diese Institution und deren Sponsoren zu spät erkennen, dass es auch eine Kehrseite gibt. TV kann bilden und erleuchten; ja es kann sogar inspirieren, aber nur, insoweit die Menschen entschlossen sind, es auch zu diesem Zweck zu verwenden.«

Bei all den Diskussionen, die heutzutage über den Zerfall der moralischen Werte geführt werden und die Rolle, welche die Unterhaltungsindustrie dabei spielt – besonders TV und Hollywood – scheinen Morrows Worte prophetisch, denn heute bietet sich uns da ein ganz anderes Bild. Aber ist es wirklich schon zu spät?

Für die Gesellschaft im Allgemeinen befürchte ich, dass es zu spät ist. Ich sage das nicht aus Pessimismus, Frustration oder Verzweiflung heraus, sondern weil der Trend weg von einem klar definierten und universell akzeptierten Standard von richtig und falsch, eines der Zeichen ist, von denen Jesus sagte, dass sie seine baldige Rückkehr signalisieren würden. »Und weil die Ungerechtigkeit überhand nehmen wird, wird die Liebe in vielen erkalten.« (Matthäus 24,12).

Aber wie steht es mit dir? Ist es für dich zu spät? Das hängt zum größten Teil davon ab, welche Entscheidungen du triffst, ob du dich entscheidest mit dem Strom zu schwimmen oder gegen ihn. Du kannst das, was in Fernsehen, Film, Radio und in der Presse erscheint, nicht kontrollieren, aber du kannst dich entscheiden, was du davon annimmst. Du kannst die Werte der Gesellschaft nicht festlegen, deine eigenen schon.

Keith Phillips

für Die Familie



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