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STOSSDÄMPFER!






Von Matthew Nantes

Ach, schon wieder dieses Schlagloch! Ich fuhr gerade nach Hause und musste – wie seit Monaten täglich – langsam über eine Vertiefung in der Straße fahren, um einen heftigen Stoß zu vermeiden.

Mein Wagen war für die nächste Wartung fällig, und ich brachte ihn zu der Werkstatt, zu der ich schon immer ging. Als der Mechaniker sich hinter das Steuer setzte, um den Wagen in die Halle zu fahren, war ich ganz stolz darauf, den Wartungstermin nicht vergessen zu haben. Er war nur wenige Zentimeter gefahren, als er auf die Bremsen trat und mich mit erstauntem Ausdruck fragte: »Wie können sie ihren Wagen in diesem Zustand nur fahren? Ihre Stoßdämpfer sind ja völlig hinüber!«

Meine erste Reaktion auf diese Schnelldiagnose war, das Motiv des Mechanikers in Frage zu stellen. Wie konnte er sich so sicher sein, und das so schnell? Aber da der Wagen schon 10 Jahre alt war und mir meine Erfahrungen mit diesem Mechaniker in der Vergangenheit keinen Anlass zum Misstrauen gegeben hatten, bat ich ihn, die Stoßdämpfer zu überprüfen und bei Bedarf auszuwechseln – was auch geschah.

Oh nein, schon wieder das Loch. Als ich mit meinem gerade reparierten Auto nach Hause fuhr, war ich ganz in Gedanken vertieft und hatte vergessen, die Geschwindigkeit für das gewohnte Schlagloch zu drosseln, bis es schon zu spät war. Ich versteifte mich in Erwartung des unvermeidlichen Aufpralls – jener unsanfte Zusammenstoß von Fahrgestell und Achse – aber konnte das sonst so aufdringliche Schlagloch kaum spüren. Der Mechaniker hatte also Recht gehabt. Ich hatte mich so sehr daran gewöhnt, einen Wagen mit defekten Stoßdämpfern zu fahren, dass ich schon gar nicht mehr wusste, wie es sich anfühlt, wenn solch ein »Stoß gedämpft« wird.

Wenn du nur auf einwandfreien Straßen fährst, sind Stoßdämpfer nicht besonders wichtig, aber wenn der Weg holperig wird und du auf tiefe Schlaglöcher triffst, ist das eine andere Sache. Hat das Leben nicht viel Ähnlichkeit damit? Die meiste Zeit geht die Fahrt verhältnismäßig problemlos vor sich. Aber was ist, wenn wir jemanden Nahestehenden verlieren oder geschäftliche Rückschläge erleiden, oder ein Unfall unser Leben erschüttert? Was ist, wenn der Strom ausfällt und du stundenlang in einem Aufzug feststeckst, oder wir ein Erdbeben miterleben oder sonst eine Katastrophe? Welche Stoßdämpfer können uns helfen, mit derartigen Ereignissen fertig zu werden, ohne gleich auseinander zu fallen?

Wende dich an den Mann, der den steinigen Weg zum Berg Golgatha hinauf stieg und dort sein Leben für dich und mich gab. Er sollte die Antwort wissen - und er kennt sie. »Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.« (Matthäus 11:28). »Dies alles habe ich euch gesagt, damit ihr in meinem Frieden geborgen seid. In der Welt wird man euch hart zusetzen, aber verliert nicht den Mut: Ich habe die Welt besiegt« (Johannes 16:33)!

Wie viele Menschen fahren ganz ohne Stoßdämpfer durchs Leben und versuchen sorgfältig jedem Loch auf der Straße aus dem Weg zu gehen, das ihnen einen Stoß versetzen könnte? Sie versuchen nur auf den gradesten und ebensten Straßen zu reisen, weil sie wissen, dass sie auf plötzliche Unebenheiten nicht vorbereitet sind. Sie besitzen nicht den Frieden, den Jesus ihnen bietet – Stoßdämpfer für ihr »irdisches Verkehrsmittel«. Vielleicht sind sie sich einfach nicht bewusst, dass sie Stoßdämpfer brauchen, oder inwieweit sie ihnen Abnutzung und Verschleiß ersparen könnten.

Unebenheiten wird es auf der Straße des Lebens immer geben. Das ist unvermeidbar. Aber wenn Jesus seine liebevollen schützenden Hände unter dir hält, wirst du sie kaum bemerken. Du kannst Dich einfach entspannen, die Fahrt genießen und wohlbehalten deinen Bestimmungsort erreichen.

Vertraue dich ihm völlig an, und du wirst sehen, was für einen Unterschied das macht.

»Einem festen Herzen bewahrst du den Frieden, weil es auf dich vertraut« (Jesaja 26:3).


-- Matthew Nantes ist ehrenamtlicher Mitarbeiter bei »The Family« in Griechenland


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