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Titel: "Lese-Ecke": Deine geistige Nahrung - täglich frisch serviert.

EIN NEUER MENSCH
FÜR EIN NEUES JAHR!



So etwas wie Flaschen gab es in der Antike nicht. Flüssigkeit wurde in Tierhäute gefüllt, die wie Feldflaschen verwendet wurden. Mit der Zeit wurden die Häute dann brüchig, sie rissen irgendwann mal und der Inhalt begann dann durchzusickern.

Als Jesus die Parabel von den Weinschläuchen erzählte, sagte er: »Neuer Wein gehört in neue Schläuche!« (Lukas 5:58). Neue Situationen benötigen neuen Strukturen; neue Tätigkeiten erfordern neue Fertigkeiten; neue Beziehungen setzen neues Einfühlungsvermögen voraus.

Was sind deine »Weinschläuche«? Vielleicht alte Denkmuster, Verhaltensweisen, Sprechgewohnheiten oder Reaktionen, die den Situationen der Vergangenheit gerecht wurden, jetzt aber einfach nicht mehr ausreichen?

Es steht ein neues Jahr bevor mit den Herausforderungen, die »neuer Wein« nun mal mit sich bringt. Wirst du dich auf die alten Weinschläuche verlassen oder sie lieber mit neuen austauschen?

Man braucht kein Prophet zu sein, um drei Dinge voraussagen zu können, mit denen wir dieses Jahr konfrontiert sein werden: neue Probleme, neue Belastungen und neue Möglichkeiten. Die neuen Weinschläuche, die wir benötigen, um diese Herausforderungen zu meistern, sind Kreativität, Überzeugung und Mut

Neue Probleme zu kontern, erfordert Kreativität! Die alten Denkmuster, Maßstäbe und Einstellungen sind hierbei nicht unbedingt ausreichend.

Das größte Hindernis für deine Kreativität ist deine Einstellung, und du kannst dir dieses Jahr das Beharren auf deiner Einstellung nicht leisten. Du musst vorwärts gehen, Fortschritte machen und dich immer weiter entwickeln. Einstellungen sind wie Babywindeln: Hin und wieder müssen sie gewechselt werden oder der Geruch wird unerträglich!

Neue Belastungen verlangen Überzeugung; die Bereitschaft sich für das einzusetzen, an das man glaubt.

»Passt euch nicht den Maßstäben dieser Welt an. Lasst euch vielmehr von Gott umwandeln, damit euer ganzes Denken erneuert wird. Dann könnt ihr euch ein sicheres Urteil bilden, welches Verhalten dem Willen Gottes entspricht« (Römer 12:2). Hast du dich schon darauf festgelegt, auf welche Werte du in diesem Jahr dein Leben gründen möchtest? Wenn nicht, dann solltest du dich bald entscheiden. Lege schriftlich die Bereiche fest, auf die du Wert legst.

Was die Welt heutzutage braucht, sind Menschen, die Zivilcourage haben, von Gleichgültigkeit Abstand nehmen und mit Überzeugung sagen können: »Mir ist es egal, was all die anderen machen. Ich tue das, was richtig ist und lass mich nicht von der Gesellschaft einzwängen.«

Neue Möglichkeiten erfordern Mut!

Das neue Jahr wird mit wunderbaren Plänen erfüllt sein, die Gott für dich vorbereitet hat. Gott möchte dieses Jahr in deinem Leben Großes vollbringen, doch wird sich die Erfüllung dessen nicht automatisch ereignen. Du musst schon einen Schritt des Glaubens machen.

Wirst du in dreihundertsechsundfünfzig Tagen ein anderer Mensch sein als heute? Wenn du vor hast, am Ende des Jahres in deinem Leben einen Unterschied zu sehen, dann solltest du jetzt anfangen!

Welche Veränderungen wünsche ich mir innerhalb meiner Familie, finanziell oder in meiner persönlichen Beziehung mit dem Herrn? Was sollte anders sein in meiner Beziehung zu meinen Kindern? Was man sät, wird man ernten. Wenn man nichts sät, wird man auch nichts ernten.

Fang in diesem Jahr etwas Neues mit deinem Leben an! Einer der größten Fehler, den Christen begehen, ist, basiert auf einer irgendwann gemachten Zusage das Leben dementsprechend eingleisig fortzuführen. Das Leben eines Christen bedeutet fortwährende Erneuerung und eine Vertiefung der Versprechen gegenüber dem Herrn. Es geht hier nicht nur um eine einmalige Entscheidung, sondern bedeutet tägliche Erneuerung und sich kontinuierlich dem Herrn hinzugeben.

Gott möchte in diesem Jahr durch dich viel Großartiges vollbringen. Es gibt wohl keinen besseren Zeitpunkt, als zum Jahresbeginn zu sagen: »Jesus, ich vertraue dir mein Leben ganz persönlich an.«

Wenn du anfängst, Schritte in Richtung einer Änderung deines Lebensstils zu machen, wird dein Verstand versuchen, mit den verschiedensten Ausreden zu kontern. Lass uns einige der typischen Hürden betrachten und sehen, wie man sie überwinden kann.

»Ich habe keine Zeit,« seufzt du. »Der Tag hat nur so viele Stunden. Wo soll ich die Zeit hernehmen?« Jeder von uns hat vierundzwanzig Stunden pro Tag. Die Frage ist nur, schöpfst du deine Zeit gekonnt aus? Eine Methode mehr Zeit zu gewinnen, besteht darin, früher ins Bett zu gehen und den Wecker eine halbe oder eine Stunde früher klingeln zu lassen. Benutze die extra Zeit konstruktiv. Gott hat alles auf dieser Welt erschaffen, einschließlich der Zeit. Er schuf die Stunden des Tages, damit wir sie uns einteilen, und er möchte, dass wir sie wieder zurück in seine Hände geben.

»Das schaff ich nie!« Manchmal vernehmen wir eine kleine Stimme in uns, die sagt: »Du bist eine Niete, das wirst du nie hinkriegen.« Wenn dir negative Gedanken im Kopf herumschwirren, schnapp du dir eine Bibel, erinnere dich daran, dass Gott dich unermesslich liebt, und dir mit seinen Verheißungen alles möglich ist.

»Ich hab Angst, etwas falsch zu machen!« Angst schwächt unsere Herzen, beraubt uns unseres inneren Friedens und zehrt unsere Energie auf. In der Lutherbibel taucht die Warnung »fürchte dich nicht« ungefähr sechzig mal auf. Gott kennt uns gut genug, um zu wissen, dass wir ständig erinnert werden müssen, uns ganz auf ihn zu verlassen, anstatt in Furcht und Angst zu leben. Vergegenwärtige dir, dass Gott größer ist, als die Umstände in denen du dich befindest. Römer 8:31 sagt uns: »Gott selbst ist für uns, wer will sich dann gegen uns stellen?«

* * *

»Wenn du auf dein Leben zurückblickst, wirst du feststellen, dass die Momente, in denen du die Fülle des Lebens gespürt hast, die Augenblicke waren, in denen du im Geist der Liebe gehandelt hast.«

– Henry Druniniond (1786–1860), britischer Bischof.

* * *

»Um das zu gewinnen, was sich lohnt zu besitzen, mag es nötig sein, alles andere zu verlieren.«

Bernadette Devlin (1947– ), irische Bügerrechtlerin

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