In Weimar steht ein im Jahre 1857 errichtetes Denkmal. Es stellt zwei der größten deutschen Dichter dar: Johann Wolfgang von Goethe und Johann Christoph Friedrich von Schiller, die viele Jahre gute Freunde waren.
Zu ihren Lebzeiten wurde unter Kritikern und in der Öffentlichkeit oft die Frage erörtert, wer von den beiden wohl der größere Dichter sei. Doch wenn Goethe die Leute sagen hörte: »Sie sind der Meisterdichter der Deutschen!«, hielt er stets dagegen: »Sie dürfen Schiller nicht vergessen: ein rechter Mensch, und so sollte man auch sein!« Und wenn die Leute Schiller als den großartigsten deutschen Dichter lobten, entgegnete dieser: »Aber da gibt es noch meinen Freund Goethe. Er hat den höchsten Ernst für das Rechte und Gute.« Ihre enge, konstruktive Zusammenarbeit gründete einen literarisch kreativen Bund, der in der deutschen Geistesgeschichte wohl einzigartig ist.
Der Bildhauer Ernst Rietschel hat ihre gegenseitige Zuneigung und Bewunderung einfühlsam und wunderbar in diesem imposanten Denkmal zum Ausdruck gebracht. Goethe hat einen Lorbeerkranz in seiner Hand und bietet ihn Schiller an. Doch dieser wehrt die Krone ab und bringt zum Ausdruck, Goethe verdiene sie mehr. Er weist sie von sich, so als wolle er sagen: »Nein, sie zu tragen gebührt dir mehr als mir.« Darin waren sich die beiden Freunde auf noble Weise uneinig. Mit dem Abweisen des Ehrenkranzes würdigen sie das Talent des anderen und ihre Freundschaft mehr als ihren persönlichen Ruhm. Interessanterweise wurde ihr Unwille, sich über den anderen zu erheben, auch in der Standbildgröße zum Ausdruck gebracht: Obwohl Schiller seinen Dichterfreund um einen Kopf überragte, stehen sie auf gleicher Augenhöhe nebeneinander.
Schön ist eigentlich alles, was man mit Liebe betrachtet. Je mehr jemand die Welt liebt, desto schöner wird er sie finden.
Wir haben die wahre Liebe daran erkannt, dass Christus Sein Leben für uns gegeben hat. Und der echte Test jeder Liebe ist, ob sie auch bereit ist, sich wirklich hinzugeben. Wie viel ist sie willig, zu geben? Wahre Liebe gibt immer ihr Leben für andere.