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Titel: "Lese-Ecke": Deine geistige Nahrung - täglich frisch serviert.

VON GOTT – ÜBER GOTT!

Von Scott McGregor


Vorwort

Was hält Gott davon, was sich auf unserer Erde diese Tage alles abspielt? Warum hat Er diesen Planeten überhaupt erschaffen? Was hält Er von Romanzen, Liebe und Sex? Was denkt Er über die Umwelt, die Todesstrafe, Euthanasie und andere brennende Themen unserer Gesellschaft. Wie ist es im Himmel und – was einigen von uns eher Sorgen bereitet – gibt es eine Hölle und wie schlimm ist es dort? Und zu guter Letzt, was tut Gott, um einfach mal richtig Spaß zu haben?

Diese und viele andere Fragen die jeden von uns brennend interessieren, beantwortet Gott in einer packenden Reihe von zwanglosen und erstaunlich offenen Interviews. Was Er zu sagen hat, wird den Leser zweifellos überraschen.


Hier zum 1. Interview, 2. Interview und 3. Interview der Serie.



LEBENSQUALITÄT

Viertes
Interview

Interviewer: Die meisten Leute wollen im Leben erfolgreich sein, wobei ja die Vorstellungen von Erfolg weit auseinander liegen. Viele Menschen würden gerne reich oder berühmt oder von anderen bewundert und als Idol verehrt werden. Was betrachtest Du als Erfolg?

Gott: Den Sinn und Zweck seiner Existenz zu finden und zu erfüllen.

Interviewer: In einem früheren Interview hast Du den Sinn des Lebens für uns Menschen darin definiert, Dich und andere zu lieben? Ist das gleichbedeutend mit Erfolg?

Gott: Folgt man diesem einfachen Leitsatz, dann wird einem sicherlich Erfolg beschert werden. Jede Person hat jedoch ihre eigene Bestimmung, die, wenn man sie erfüllt, einen noch erfolgreicher macht.

Interviewer: Interessant. Wir kommen also vorprogrammiert in diese Welt, um eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen oder irgendein großartiges Ziel zu erreichen?

Gott: Das kommt darauf an, was du unter »großartig« verstehst.

Interviewer: Präsident oder Premierminister zu werden oder etwas ähnliches.

Gott: Ich bemitleide jeden, der es sich zum Ziel gesetzt hat, Staatsoberhaupt zu werden. Nein, obwohl die Menschen darin Größe sehen, entspricht das nicht unbedingt Meiner Idee.

Interviewer: Und die wäre?

Gott: Der Menschheit einen großen Dienst zu erweisen.

Interviewer: Aber würde eine führende Rolle in einem Staat oder auf der Weltbühne nicht genau dem entsprechen?

Gott: Ich meine, die meisten Menschen finden, dass Politiker gerade mal sich Selbst oder ihrem politischen System einen großen Dienst erweisen. Sogar der idealistischste Politiker wird schnell zu Kompromissen gezwungen, und manche sogar von der Politik korrumpiert. Ich glaube, die meisten würden eher jemanden wie Mutter Theresa als eine Person wahrer Größe bezeichnen.

Interviewer: Sie war im wahrsten Sinne eine Heilige, aber Du erwartest doch nicht von jedem von uns, diesen Grad an Hingabe und Aufopferung zu erlangen, oder?

Gott: Was für eine wundervolle Welt, wenn dem so wäre, meinst du nicht auch?

Interviewer: Dann möchtest also, dass sich jeder genauso aufopfert?

Gott: In dem Fall wäre der Ruf nach mehr Heldentum dann wohl nicht mehr so dringlich. Ich erwarte nicht von Jedermann/frau heroische Taten, dennoch wäre es wundervoll, wenn mehr Menschen ihrem Beispiel folgen würden.

Interviewer: Dann entspricht sie also Deiner Vorstellung von Erfolg.

Gott: Sie hat erfolgreich ihre Berufung gefunden und erfüllt. Nichts konnte sie davon abhalten, sie folgte Meinem Ruf mit all der Energie, die sie nur aufbringen konnte. Ich weiß, nicht alle können das, aber jeder kann dazu beitragen im eigenen Umfeld das Leben anderer zu verbessern. Ich habe den Menschen so geschaffen, dass es ihm am glücklichsten macht, wenn er von sich selbst gibt, um anderen zu helfen. Jede andere Art von Erfolg verblasst dagegen.

Interviewer: Wenn dem so ist, warum opfern sich dann nicht mehr Menschen auf?

Gott: Viele tun es ja. Die meisten im kleinen Rahmen, wenige im großen Stil. Was die Menschen davon abhält, ist Selbstsucht.

Interviewer: Aber sind wir nicht alle in gewissem Maße selbstsüchtig. Das ist unsere menschliche Natur, unser Überlebensdrang. Wenn Du uns als Altruisten wolltest, warum hast Du dann die Menschheit mit Selbstsucht ausgestattet?

Gott: Dieses Leben ist in gewisser Hinsicht ein Bewährungstest. Obwohl die Selbstsucht in jedem vorhanden ist, hat jeder auch die Möglichkeit, darüber hinauszuwachsen. In jedem Menschen schlummert das Riesenpotential, eine solide Kraft zum Guten zu werden – wenn er nur will.

Interviewer: Höchst interessant! Nun, ein weiteres Gebiet, auf dem viele von uns gern erfolgreich wären, sind Beziehungen. Natürlich gibt es da die verschiedensten Beziehungen, aber gibt es vielleicht eine universelle Erfolgsformel für jede von ihnen?

Gott: In der Tat! Sie heißt Demut!

Interviewer: Ich hatte eigentlich erwartet, dass nun deine Antwort »Liebe« sei.

Gott: Demut ist Liebe in Aktion. Sie erachtet das Wohlergehen und Glück anderer wichtiger als das eigene. Deshalb ist Demut der Schlüssel.

Interviewer: Definitionsgemäß ist das Gegenteil von Demut der Stolz. Trifft es somit zu, dass Hochmut manch eine Beziehung zu Fall bringt?

Gott: Ganz genau!

Interviewer: Aber ist Stolz nicht von Geburt an in uns vorprogrammiert?

Gott: Selbstüberhebung, Arroganz oder Allüren errichten Mauern zwischen Menschen. Demut baut Brücken. Sie streckt anderen die Hand entgegen.

Interviewer: Aber ist es nicht angemessen, dass wir auf unsere Errungenschaften, Fähigkeiten und Talente, usw. stolz sind?

Gott: Da gibt es eine feine Differenzierung. Jeder verspürt natürlich eine gewisse Befriedigung, wenn er etwas Lohnendes erreicht hat. Aber wenn einer meint, er wäre besser als andere, bloß weil er mehr erreicht hat, dann sind Konflikte vorprogrammiert. Um es ganz klar auszudrücken: wenn du erfolgreiche Beziehungen aufbauen möchtest, dann ist Einbildung so ziemlich das Letzte, was dir dabei hilft.

Interviewer: Was würdest Du demnach als eine erfolgreiche Beziehung ansehen?

Gott: Wenn Leute in Partnerschaft gemeinsam etwas Größeres erreichen. Partnerschaft zwischen Menschen schafft Synergie.

Interviewer: Synergie, per Definition das höhere Leistungsresultat, welches zwei oder mehr hervorbringen im Vergleich zur Leistungssumme des einzelnen?

Gott: Genau. Das ist ein Teil des Grundkonzepts. Menschen, die mit anderen zusammenarbeiten, erreichen mehr, als sie jemals alleine bewerkstelligen könnten. Aber damit eine Beziehung, egal welcher Art, wirklich funktioniert, bedarf es an Demut auf Seiten aller Parteien.

Interviewer: Ich befürchte, ich weiß immer noch nicht genau, was Du mit Demut meinst.

Gott: Die andere Person höher zu bewerten als sich selbst.

Interviewer: Aber wenn der-/diejenige nicht so begabt ist wie ich selber?

Gott: Das erfordert eben noch mehr Demut. Jeder Mensch ist anders, versuch das Positive im anderen zu sehen. Demut schwelgt nicht im Selbstlob, sondern lobt den anderen.

Interviewer: Nun, von Natur aus tun wir das sicherlich nicht. Die meisten von uns glauben sowieso, dass nur die eigene Meinung zählt und die eigenen Methoden am besten funktionieren.

Gott: Es fällt dem Menschen wirklich nicht leicht demütig zu sein, er tendiert eher zum Stolz, wobei sich Stolz niemals bezahlt macht, die Demut hingegen immer.

Interviewer: Es scheint fast so, als ob Du den Menschen mit all den falschen Attributen ausgestattet hättest, wie Stolz und Selbstsucht. Warum?

Gott: Damit die Menschen realisieren, dass sie ohne Mich nicht auskommen. Das Leben ist eine enorme Demonstration der Tatsache, dass der Mensch Mich braucht, um wahrhaftig erfolgreich zu sein – so schlau er sich auch anstellen mag.

Interviewer: Aber ist das fair? Wieso würdest Du uns erschaffen und uns dann mit Eigenschaften benachteiligen, die letztendlich unser Versagen garantieren?

Gott: Du machst es mir heute wirklich nicht leicht. Aber vielleicht wachsen dir meine Antworten einfach nur über den Kopf. Denk daran, Ich sagte, dass ich euch jedesmal bei der Realisation meiner Erwartungen unter die Arme greifen würde. Zwar habe ich euch nicht in Vollkommenheit erschaffen, aber mit der Fähigkeit, den Weg zur vollkommensten Existenz wählen zu können, die nur vorstellbar ist. Der Mensch wurde mit der Fähigkeit ausgestattet, frei zu wählen – zu wählen Mir zu folgen oder auch nicht. Ich habe Mich darum bemüht, die negativen Konsequenzen des Stolzes extrem deutlich zu machen. Ich versuche den Menschen aufzuzeigen, wie viel besser es ist demütig Mir zu folgen, als voller Stolz seinen eigenen Wegen.

Interviewer: Das muss ich alles erstmal verarbeiten.

Gott: Wie gesagt, es eine Frage des Glaubens. Wenn du glaubst, was Ich sage und auch tust, dann wirst du Erfolg in Beziehungen haben, wie auch in anderen Lebensbereichen.



Fortsetzung folgt

Über den Autor

Scott McGregor, aus Neuseeland ausgewandert und Weltreisender, wurde 1952 geboren. Im Alter von 25 Jahren durchlebte er eine tiefbewegende, spirituelle Erfahrung, die für sein Leben und seine Karriere seitdem nachhaltig bestimmender Faktor wurde.

Scott schrieb zwei historische Romane, »Die Perfekten« und »Die Legende von Cormac«, ist aber der Meinung, dass sich für ihn bis dato das Buch »Von Gott – über Gott« zu seinem Lieblingsprojekt entwickelte. »Gott hat erstaunlichen Charakter. Er ist einfühlsam, intelligent, verständnisvoll, humorvoll, mitfühlend, rücksichtsvoll und alles erdenklich positive ad infinitum. Die Menschen haben eine falsche Vorstellung von seiner Person und das verletzt Ihn ungemein. Gott hat in diesen erstaunlichen Interviews auf viele gezielte Fragen unerwartete und faszinierende Antworten gegeben.«



Das Manuskript ist Eigentum der Aurora Production AG, Switzerland.
GOD on GOD - What On Earth Was He Thinking?
By Scott McGregor, ISBN: 3-03730-016-7, Design by Giselle LeFavre
God on God Copyright © 2002, Aurora Production AG, Switzerland.

Alle Rechte vorbehalten.

www.auroraproduction.com




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