Feuilleton von Keith Phillips,
Redakteur des Activated-Magazins:
»Die Wissenschaft lässt Gott wiederauferstehen.« Diese Schlagzeile ließ mich aufhorchen. Ich hatte gerade damit begonnen, Material für das Thema dieses Monats zusammenzusuchen die Debatte über Evolution kontra intelligentes Design als ich auf einen Artikel von Jim Holt stieß, der erstmals vor fast zehn Jahren im Wall Street Journal veröffentlicht wurde. Hier findet eine Wende statt, dachte ich.
Zugegeben, es ist schon lange her, aber in der Schule wurde mir beigebracht, dass die Wissenschaft Gott beerdigen würde. Diesen Artikel zu lesen, brachte mich auf den neusten Stand, denn Holt folgert darin: »Im 19. Jahrhundert war es der Geist des Rationalismus, der es Nietzsche erlaubte, zu behaupten, Gott sei tot. Zur Jahrhundertwende war Skeptizismus bezüglich der Ansprüche des Glaubens zur Norm unter den Denkern geworden, und dazu gehörten auch die Wissenschaftler. Wenn die wissenschaftlichen Entdeckungen des 19. Jahrhunderts den Glauben an Gott unterminierten, so hatten die des 20. Jahrhunderts die entgegengesetzte Überzeugungskraft. Herkömmliche Argumente für die Existenz Gottes, die vor einem Jahrhundert aus der Mode gekommen schienen, sind zu neuem Leben erweckt worden.«*
Seither habe ich noch viel mehr über dieses Thema von anderen Quellen lesen können. Dabei hat mich die Zahl hoch renommierter Wissenschaftler überrascht, die zu dem Schluss gekommen sind, dass das Universum nicht durch evolutionäre Prozesse ins Dasein gekommen sein kann, sondern das Werk eines intelligenten Designers sein muss. Ich war erstaunt, wie zahlreich, unterschiedlich und stichhaltig die wissenschaftlichen Argumente für die Schöpfung sind. Fast allen war wie mir in der Schule die Evolution als Tatsache gelehrt worden, doch änderten sie später aufgrund wissenschaftlicher Untersuchungen und Schlussfolgerungen ihre Überzeugung. Kosmologen und Astronomen, wissenschaftliche Philosophen, Biologen und Biochemiker sie alle hatten Gottes Fingerabdruck in Seiner Schöpfung entdeckt. Ich hoffe, dass ihre Schlussfolgerungen, von denen ich nur einige in dieser Ausgabe mit aufgeführt habe, Sie genauso inspirieren werden wie mich.