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Titel: "Lese-Ecke": Deine geistige Nahrung - täglich frisch serviert.

UNTER DRUCK?




Schwere Zeiten durchleben zu müssen hat den Vorteil, dass sie uns näher zu Jesus bringen, unserem Retter und Freund. Wir finden Sicherheit und Schutz in Seinen Armen und noch so viel mehr. Er liebt uns mit einer Liebe, die ewig dauert und sich niemals verändert. Er hat so vieles, was Er uns geben möchte. Es verlangt Ihn, uns auf alle mögliche Arten zu helfen. Er möchte Zeit mit uns verbringen und uns immer ganz nahe an Seiner Seite haben, um uns zu unterrichten und uns Ihm ähnlicher zu machen.

Wenn alles wie am Schnürchen läuft ist es unglücklicherweise Teil der menschlichen Natur, kein dringendes Verlangen nach Gott und Seiner Hilfe und Kraft zu haben. Wenn alles nach unserem Plan läuft, verfallen wir oft der falschen Vorstellung, wir wären stark und selbstständig genug und kämen auch ohne Seine Hilfe aus. Wir sind zufrieden und erfolgreich und brauchen darum auch keine Hilfe – oder jemanden, der sich einmischt.

Wie sehen nicht, was uns fehlt, aber Er sieht es. Er weiß, dass wir Ihn wahrhaftig brauchen und Er weiß, wie viel mehr Er uns geben kann, wenn wir auf Ihn angewiesen sind.

Er möchte uns beibringen, uns auf Ihn zu stützen und uns Seiner Kraft zu bedienen, die unendlich größer als unsere ist. – Aber wie kann Er das, wenn wir Ihn ignorieren und aus unserem Leben ausschließen?

Wenn wir keine Probleme und Schwierigkeiten hätten, würden wir keinen Sinn darin sehen, Zuflucht in Seinen Armen zu suchen. Wir würden nie lernen, Kraft und Trost in der Gemeinschaft mit Ihm und in Seinem Wort zu finden.

Es mag vielleicht wie schlechte Nachrichten klingen, aber das ist nicht der Fall: Gott lässt nicht nur Härten zu, sondern veranlasst sie oft auch. Er schneidert sie genau auf uns zu und das mit dem ausdrücklichen Ziel, uns Ihm näher zu bringen. Er setzt uns unter Druck, damit wir Ihn um Hilfe bitten. Ihm geht es nicht darum, uns weh zu tun oder zu bestrafen, sondern uns zu stärken. Er weiß, wenn wir von Ihm abhängen, dass unsere geistige Stärke und Widerstandkraft den Schwierigkeiten im Leben gegenüber wachsen werden. Unsere Beziehung zu Ihm wird enger, wir werden Ihm ähnlicher und auf lange Sicht hin werden wir glücklicher und erfüllter sein.

Wenn wir uns in problematischen Zeiten Jesus zuwenden, wird Er uns in diesen beschwerlichen Momenten beweisen, wie sehr Er uns liebt. Die Probleme werden nicht unverzüglich verschwinden, aber Er wird uns mit dem »Frieden Gottes, der höher ist als alle Vernunft« erfüllen und uns helfen, für das Gute dankbar zu sein, das Er in unserem Leben bewerkstelligt. (Philipper4:7; Römer 8:28) Wie jemand so schön sagte: »Gäbe es keine Dunkelheit, dann würden wir auch die Sterne nicht sehen können.«

Wenn wir tiefe Bescheidenheit und Anspruchslosigkeit gelernt haben, wir stille sind und unsere Abhängigkeit von Ihm bekannt haben, kann Er eingreifen und uns helfen. Wenn wir uns leer vorkommen, kann Er uns auffüllen. Wenn wir unsere Unfähigkeit zugeben, kann Er Seine Kräfte entfalten, um durch uns zu wirken und das zu vollbringen, was wir unmöglich in unserer eigenen Kraft hätten tun können.

Schwierige Zeiten machen uns besonnener. Sie helfen uns von der oberflächlichen Ebene der täglichen Routine und der Hektik des modernen Lebens in die tieferen Gebiete des Geistes vorzudringen. Wenn wir erfahren, wie Gottes Kraft uns in schwierigen Zeiten durchbringt, stärkt das unseren Glauben und unsere Hoffnung, dass Er bei jedem Sturm, dem wir begegnen, Sich um uns kümmern wird. »Wir rühmen uns auch der Bedrängnisse, weil wir wissen, dass Bedrängnis Geduld bringt, Geduld aber Bewährung, Bewährung aber Hoffnung.« (Römer 5:3-4)

* * *

Wir sollten vor Problemen nicht weglaufen oder uns ducken, wenn sie über uns schweben. Wir sollten Gott bitten, uns auf Flügeln des Gebetes über sie hinweg zu heben.

* * *

Ein Diamant kann nicht ohne Reibung poliert werden, nicht ohne des Juweliers Schneiden, Mahlen, Schleifen und Polieren. Ebenso kann ein Leben nicht seinen Höhepunkt erreichen, ohne Schwierigkeiten durchlebt zu haben.

* * *

Ein kleiner Junge versuchte einmal mit aller Kraft ein schweres Möbelstück zu heben. Da trat sein Vater ins Zimmer und fragte, als er die Bemühungen seines Sohnes sah: »Benutzt du wirklich all deine Kraft?«

»Aber natürlich« erwiderte der Knabe ungehalten.

»Oh nein, das stimmt nicht.« gab sein Vater zurück. »Du hast mich nicht gebeten, dir zu helfen!«

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