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BLACKOUT

Von Virginia Brandt Berg

Beim großen Blackout von 1965 dem Schlimmsten in der Geschichte der USA hatten etwa 30 Millionen Menschen in Ontario, Kanada und dem Nordosten der USA, einschließlich New York City, bis zu 12 Stunden keinen Strom. Solche Ausfälle waren und sind in anderen Teilen der Welt alltäglich, dieser aber kam völlig unerwartet und unvorbereitet. Hier ist die Niederschrift der Radiosendung »Meditation Moments«, die kurz nach dem Ausfall gesendet wurde.
Ich hörte die Nachrichten über den Stromausfall in der New Yorker Umgebung, als ein Mann, der selbst dabei war, berichtete, wie er seine Gefühle kaum beschreiben konnte, als der sonst so selbstverständliche Strom plötzlich wieder da war. Das erinnert mich an meine eigenen Blackouts, wie z.B. vor Jahren mein schwerer Unfall* wonach kaum einer noch Hoffnung hatte, ich würde mich je wieder davon erholen. Als ich aber plötzlich wieder gesund wurde, wie herrlich es doch war, aus der Dunkelheit wieder in's Licht zu kommen und von den Schmerzen und vom Siechtum geheilt zu sein. Nur diejenigen, die schon solche Ausfälle mitgemacht haben, wissen wie wunderbar es ist, wieder das Licht zu sehen. (*Virginia Brandt Berg erlitt kurz nach der Geburt ihres ersten Sohnes einen tragischen Unfall. Während man sie vom Auto zum Haus trug, wurde sie unglücklicherweise fallengelassen und erlitt an ihrem Rücken mehrere Brüche. Nach 5 Jahren Bettlägrigkeit und Lähmung von der Hüfte abwärts, wurde sie nach vereintem Gebet plötzlich wieder geheilt. Ihre vollständige Geschichte in "Der Saum Seines Gewandes")
Befindest du dich mitten in der Dunkelheit, macht der Gedanke, dass du da vielleicht nie wieder rauskommst, alles nur noch schlimmer. Ich kann aber jedem versichern, dass es wieder Licht gibt, wenn man nur ganz fest auf Gott vertraut und dabei nicht wankt. Da sind diejenigen, die auf Gott vertrauen im Vorteil, denn sie wissen, dass Gott eines Tages Rettung bringen wird.
Für den Apostel Paulus sah es ziemlich dunkel aus, als er sich im Gefängnis befand. Er hatte aber ein solch großes Vertrauen, das ihn über die Umstände und die Situation hinauswachsen ließ, dass er im Brief an die Philipper 4:11-13 schrieb: »Nicht, dass ich etwas gebraucht hätte! Ich habe gelernt, mit dem zufrieden zu sein, was ich habe. Ob ich nun wenig oder viel habe, ich habe gelernt, mit jeder Situation fertig zu werden: Ich kann einen vollen oder einen leeren Magen haben, Überfluss erleben oder Mangel leiden. Denn alles ist mir möglich durch Christus, der mir die Kraft gibt, die ich brauche.« »Die Freude am Herrn war seine Stärke.« (Nehemia 8:10)
Kein Wunder, dass Paulus sagen konnte, »Nichts davon macht mir etwas aus« (Apostelgeschichte 20:24, engl. King James Version). Ich bin mir sicher, dass es beim Stromausfall auch Menschen gab, die von sich das gleiche behaupten konnten. Die Dunkelheit löste bei ihnen keine Panik aus oder nahm ihnen das Gefühl der Sicherheit. Sie besassen eine innere Quelle der Stärke, die über alles andere hinausging. »Von allen Seiten werden wir von Schwierigkeiten bedrängt, aber nicht erdrückt. Wir sind ratlos, aber wir verzweifeln nicht. Wir werden verfolgt, aber Gott lässt uns nie im Stich. Wir werden zu Boden geworfen, aber wir stehen wieder auf und machen weiter.« (2. Korinther 4:8-9).
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»Was ist das doch für ein herrliches Gefühl zu wissen,
dass Gott auch bei tiefster Dunkelheit mit uns ist.«
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Es gibt das Sprichwort, »Wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her.« Als Paulus erschöpft war, nahm er das Versprechen aus Gottes Wort für sich in Anspruch »Ich will dich nicht verlassen und nicht von dir weichen.« (5.Moses 31:6; Hebräer 13:5) und hielt sich daran fest.
Gott hat so viele wundervolle Versprechen gegeben, an die man sich halten kann und die wie Sterne in der Dunkelheit leuchten. Jemand erwähnte, er war während des Stromausfalls davon beeindruckt, die Sterne sehen zu können. Es muss also schon lange her gewesen sein, dass man in New York die Sterne sehen konnte. Ich werde euch ein paar besondere »Sterne« mit auf dem Weg geben, die euch durch zukünftige dunkle Passagen helfen können.
»Denn der Engel des Herrn beschützt die, die ihm gehorchen, und rettet sie.« (Psalm 34:8)
»Wer auf den Herrn vertraut, erleidet zwar vieles, doch der Herr errettet ihn aus aller Not.« (Psalm 34:20)
»Das Volk des Herrn soll mit Ehrfurcht vor ihn treten, denn die ihn ehren, haben alles, was sie brauchen.« (Psalm 34:10).
»Der Name des Herrn ist eine feste Burg; der Gottesfürchtige flüchtet sich zu ihm und findet Schutz.« (Sprüche 18:10).
»Die Unterdrückten finden beim Herrn Zuflucht. In schweren Zeiten beschützt er sie.« (Psalm 9:10).
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Eine Frau, die hingefallen und ihren Knöchel verstaucht hatte, rief mich vor kurzem an. Sie weinte vor Schmerzen, und eilig ging ich zu ihr nach Hause, um sie zum Krankenhaus zu bringen. Ich betete für sie, auf dass sie vollkommene und schnelle Besserung erfahren und der Schmerz nachlassen würde. Während der ganzen Zeit aber hörte sie nicht auf von all dem Schlechten zu berichten, das ihr wiederfahren war. Gott würde sie nicht lieben, sonst würde er sie besser behandeln. Ich glaube nicht, dass sie auch ein einziges Wort meines Gebetes mitbekommen hatte. In ihrer persönlichen Dunkelheit waren die Sterne leider nicht zu sehen. Das Licht ging für sie einfach nicht wieder an, egal, was ich auch sagte. Sie gab Gott einfach keine Chance. Wie schade!
Die Bewältigung gegenwärtiger Schwierigkeiten ist eine Vorbereitung auf kommende, größere und wichtigere Ereignisse. Wenn wir es gelernt haben, all die Umstände und Verhältnisse zu bewältigen, die dunkle Schatten auf unsere Tage werfen, dann sind wir für jeden anderen großen Blackout, der noch auf uns zukommen könnte, gut gewappnet. Jesus sagt, »Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.« (2. Korinther-Brief 12:9)
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