Im Alten Testament finden wir zahllose Geschichten der Kinder Israels und ihrer buchstäblichen Schlachten und Kriegsführung gegen die gottlosen Nationen und Heiden, die ihnen entgegentraten. Diese Schilderungen sind nicht nur aufregende historische Lektüre, sondern, wie der Apostel Paulus schreibt: »Solches widerfuhr jenen als ein Vorbild. Es ist aber geschrieben uns zur Warnung.« (1. Korinther 10:11). Mit anderen Worten, es sind gute Lektionen für uns darin enthalten, die uns in unserem heutigen geistigen Krieg helfen.
Obwohl die Armeen Israels mit den konventionellen Waffen ihrer Tage ausgerüstet waren (Schwertern, Speeren usw.), waren sie ihren Gegnern sowohl zahlenmäßig, wie auch im Vergleich zu ihren militärischen Möglichkeiten, weit unterlegen. Anstatt Seine Kinder also den Feind mit traditioneller Schlachtführung angreifen zu lassen, wirkte der Herr oftmals auf geheimnisvolle und übernatürliche Weise, um für Sein Volk zu kämpfen und es zu beschützen.
Es hört sich vielleicht wie eine ziemlich einfache Art und Weise an, Gott gegen deine Feinde kämpfen und für dich die Schlacht gewinnen zu lassen, nicht wahr? Doch wenn du einige dieser absolut unkonventionellen, scheinbar verrückten und weit her geholten Dinge in Betracht ziehst, die Gott von Seinen Kindern verlangte, bevor Er das Wunder vollbrachte und ihre Feinde besiegte, dann wird einem klar, dass es viel Glauben und absolutes Vertrauen in den Herrn erforderte, es so zu tun, wie Gott es ihnen befohlen hatte. Dazu noch war es oft harte Arbeit!
Der Herr spricht: »Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht Meine Wege!« (Jesaia 55:8,9). Und oftmals arbeitete Er völlig entgegen natürlicher Erwartung, »auf dass Israel sich nicht rühme und sage: Meine eigene Hand hat mich errettet.« (Richter 7:2) Er wollte, dass es für Seine Kinder und für den Rest der Welt völlig klar ist, dass es »nicht durch ihre Stärke, sondern durch Gottes Geist« geschah, dass das Volk Israel siegte und von seinen Feinden befreit wurde! (Sacharja 4:6).
Wenn wir gehorchen und unseren Teil tun, dann wird Gott treu Seinen Teil tun! Er sagt: »Denn nicht ihr kämpft, sondern Gott! Fürchtet euch nicht, der Herr wird für euch streiten, und ihr werdet stille sein!« (2. Chronik 20:15; 2. Mose 14:13,14). Wenn du nun also die Berichte über einige der unglaublichsten Schlachten liest, in denen der Herr Seinen Kindern kämpfen und gewinnen half, wirst du sehen, wie sehr es Ihm gefällt, was »schwach ist zu erwählen, damit Er zuschanden mache, was stark ist.« (1. Korinther 1:27) Und wie Er Seinen Kindern immer den Sieg schenkt, wenn sie Ihm allein die Ehre und allen Ruhm geben!