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Doch traurigerweise begreifen viele Leute nicht, dass Gott möchte, dass sie glücklich sind. Ihre Vorstellung von Religion ist wie die des Jungen, der mit seinem strengen und höchst religiösen Großvater vom Gottesdienst nach Hause ging. Er hielt unterwegs einen Moment beim Maultier eines Nachbarn an, streichelte die Nase des Tieres und sagte: »Du musst ein furchtbar religiöses Geschöpf sein, du machst solch ein langes, trauriges Gesicht wie Opa!« Viele meinen, dass Gottesfurcht und Heiligkeit bedeutet, sich jeder Art menschlichen Glücks und Vergnügens zu enthalten. Einige lehren und predigen sogar, dass jegliches körperliche Vergnügen sündig oder gottlos sein muss! Und sie denken, dass Gottesfurcht aus solch großem Leiden und Schmerz, solcher Selbsttortur, Selbstverleugnung und Selbstkreuzigung besteht, dass du ständig leiden und dich quälen musst, um Gott nahe zu kommen. Gemäß der Bibel ist das Gott sei Dank nicht der Fall! Trotzdem sind einige arme Wichte dermaßen von der Zwangsvorstellung der Selbstverleugnung und Selbsttortur getrieben, dass sie sich tatsächlich auf Nägel setzen, Fleischspieße durch ihre Wangen bohren, barfuß auf glühenden Kohlen gehen, sich selbst peitschen oder sogar an Kreuze nageln lassen! Sie durchleiden absichtlich alle möglichen körperlichen Torturen, weil sie denken, je mehr sie leiden, desto »religiöser« und »heiliger« seien sie und desto näher kämen sie zu Gott. Es stimmt schon, dass es Momente gibt, in denen wir möglicherweise Opfer bringen oder leiden müssen, doch gemäß Gottes Wort in der Bibel müssen wir es nicht absichtlich tun, um persönlichen Verdienst zu erwerben oder Gott zu gefallen. Wenn wir leiden, dann liegt es meistens daran, dass Gott es aus irgendeinem Grunde zulässt. Aber es ist gewöhnlich ein Resultat unserer selbstlosen Aufopferung, um anderen zu helfen, und nicht, weil wir unbedingt darum bitten oder es möchten oder denken, dass wir dadurch Gerechtigkeit oder irgendwelchen Verdienst erlangen. Hier geht's weiter
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