ALLEN GRUND ZUR
HOFFNUNG

Feuilleton von
Keith Phillips,
Redakteur des Activated-Magazins:
Falls es dir
in diesem Jahr schwerer fällt als sonst, in Weihnachtsstimmung zu
kommen, bist du damit nicht allein. Es ist ein außergewöhnlich schwieriges
Jahr für unsere müde und erschöpfte Welt gewesen.
Allein in den ersten zwei Monaten des Jahres brachen 13 Aufstände in
den Staaten Nordafrikas und des Nahen Ostens aus. Sie folgten auf die
Revolte in Tunesien, die ein paar Wochen zuvor stattgefunden hatte.
Einige Aufstände waren blutig andere nicht. Aber alle bewiesen, dass es
für lang anhaltende soziale und wirtschaftliche Ungleichheit über Nacht
keine Lösungen gibt. Wir können für die 300 Millionen Menschen in
diesen Ländern nur das Beste hoffen, müssen aber eingestehen, dass eine
Veränderung ein langer, langsamer und wahrscheinlich auch schmerzlicher
Prozess sein wird.
Als
Nächstes schlug die Natur zu. Ein Erdbeben, das mächtig genug war,
um die Erdachse zu verschieben, erschütterte Japan. Tsunamiwellen
zermalmten Häuser und Menschenleben gleichermaßen. Über 10.000 Menschen
verloren ihr Leben, und der Schaden an den Atomreaktoren ließ das
Schreckgespenst einer Katastrophe im Ausmaß von Tschernobyl
auferstehen. Seit diverser Börsentiefgänge und der Zuspitzung der
Euro-Krise Ende dieses Jahres vergleicht der IWF die
Weltwirtschaftslage mitunter mit der Situation von 1930, was das genau für uns alle bedeuten soll, wird die Zukunft noch zeigen.
Das waren natürlich nicht die einzigen beunruhigenden Ereignisse im
Jahr 2011 oder für uns persönlich die schlimmsten. Im Allgemeinen sind
es die Geschehnisse, die nicht als Schlagzeile in der Zeitung
erscheinen, die uns am meisten zusetzen – der Verlust eines nahen
Menschen, schwere Krankheit oder Verletzungen, finanzielle Probleme …
Zum Ausgang des Jahres 2011 stellen wir uns die uralte Frage: Wenn Gott
allmächtig ist und uns aufrichtig liebt, wie die Bibel sagt, warum
unternimmt Er dann nichts, um unseren Schmerz und unser Leid zu lindern?
Doch, Er hat
etwas unternommen. Er schickte uns Jesus.
Gott fühlt unseren Schmerz. Er versteht unseren Kummer und hat Mitleid
mit uns über das, was wir verloren haben. Er möchte uns in Seine Arme
nehmen, um uns zu beruhigen, zu heilen, zu trösten und Sicherheit zu
schenken. Ihm lag es dermaßen am Herzen, uns zu helfen, dass Er uns
Seinen einzigen Sohn in Menschengestalt schickte, damit Er unter uns
lebt. Jesus sollte am eigenen Leib unsere Not erfahren. Er sollte
Gottes Hände sein, uns Sein Herz offenbaren und uns in einen direkten
persönlichen Kontakt mit Gottes Liebe und Kraft bringen. Gott sandte
Jesus nicht, um all unsere Probleme für uns zu lösen, sondern um uns
auszurüsten, damit wir die Probleme besser bewältigen und meistern
können.
Und deshalb haben wir diese Weihnachten wirklich allen Grund zur Hoffnung.
Keith Phillips für Die Familie