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Titel: "Lese-Ecke": Deine geistige Nahrung - täglich frisch serviert.


DENN ALSO HAT GOTT DIE WELT GELIEBT!




Als wir noch klein waren, zankten mein Bruder und ich uns oft fürchterlich. Wir schikanierten uns gegenseitig, beschimpften uns und zogen uns manchmal an den Haaren. Wenn Mutter das dann sah, unternahm sie alles Mögliche, uns zum aufzuhören zu bringen. Geduldig erklärte sie uns die Gründe, warum wir besser miteinander auskommen sollten, manchmal schimpfte sie uns aus oder entzog uns kurzzeitig irgendwelche Privilegien. Jede Taktik funktionierte nur für den Augenblick, doch nicht lange, danach fingen wir wieder an. Eines Tages reichte es dann meiner Mutter. Wir konnten den Ärger in ihren Augen und den Kummer in ihren Tränen sehen, und wir hatten das Gefühl, dass sie uns wohl zur Verantwortung ziehen würde. Doch statt dessen fing sie an, vor unseren Augen unser ewiges Theater nachzuahmen. Sie gab sich selber Ohrfeigen und zog sich an den eigenen Haaren. Sie war so wütend, dass sie auf die Art ihren Ärger einfach Luft machen musste – aber sie liebte uns dermaßen, dass sie es einfach nicht übers Herz brachte, uns die wohlverdiente Strafe zu geben. So ertrug sie nun den aufgestauten Ärger am eigenen Leibe.

Genau das tat unser himmlischer Vater für seine eigensinnigen Kinder vor 2000 Jahre. Sie verfielen in alle möglichen Sünden. Wissentlich taten sie das, was Ihm missfallen würde. Voller Liebe rief er sie, doch sie stellten sich taub. Er warnte sie durch die Propheten, doch taten sie die Warnungen mit einem Lachen ab. Wenn sie in Schwierigkeiten gerieten und um Hilfe riefen, half er ihnen sofort – nur um später von ihnen wieder zurückgestoßen zu werden, wenn die Hilfe nicht mehr nötig war. Und das nicht nur einmal, sondern immer und immer wieder.

Dann kam der Zeitpunkt, an dem Gottes Missfallen so intensiv wurde, dass Er es nicht länger aushielt, doch zur gleichen Zeit liebte Er Seine Kinder dermaßen, dass Er sie nicht die volle Wucht seines Ärgers fühlen lassen wollte. Er sandte seinen eigenen geliebten Sohn, um die Strafe für unsere Sünden zu bezahlen. Jesus nahm menschliche Gestalt an, kam auf die Erde und lebte unter uns. Er kam nicht als einer, der die Gerechtigkeit durchsetzen wollte, sondern als einer, der leidete, von den meisten Menschen gedemütigt und abgewiesen wurde – und eigentlich gekommen war, um ihnen zu helfen. Er wurde von Seinem eigenen Volk verraten. Man schlug, bespuckte und verhöhnte ihn. Und am Ende gab Er Sein eigenes Leben, um unseres zu verschonen. »Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben«. (Johannes 3:16)

Sukanya Kumar ist Activated-Leser in Indien.

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