Feuilleton von Keith Phillips,
Redakteur des Activated-Magazins:
Bei der Vorbereitung dieser Osterausgabe habe ich die verschiedensten Argumente für und wider des Wahrheitsgehalts der Auferstehung gelesen. Was mich am meisten überraschte, war, dass die Logik auf der Seite derer zu stehen schien, die den Aufzeichnungen in den vier Evangelien und der Apostelgeschichte glauben schenken. Seit Jahren bin ich einer jener Befürworter, doch ist es für mich eher eine Angelegenheit des Glaubens als der Logik.
Skeptiker bestehen darauf, es sei völlig unlogisch an eine Geschichte zu glauben, die behauptet, dass jemand, der brutal hingerichtet wurde und drei Tage und Nächte in einem Grab versiegelt war, wieder zum Leben erwachen und seinen Freuden und Nachfolgern erscheinen würde. Aber ist das tatsächlich so unlogisch?
Hier ist ein Argument, das ich besonders überzeugend fand: Beide, Befürworter und Skeptiker würdigen die Tatsache, dass die Jünger Jesu bereit waren, mit ihren Berichten über den auferstandenen Retter ihr Leben aufs Spiel setzten. Man bedenke, dies waren dieselben Menschen, die sich wie sie auch selbst zugaben wenige Tage vorher entmutigt und zweifelnd in Unterschlüpfen versteckt hielten und um ihr Leben bangten. Nichtsdestotrotz begannen sie kurz darauf, die Geschichte der Auferstehung im ganzen Lande zu verbreiten. Ging es dabei nur eine Ausgeburt ihrer Phantasie? Wären sie bereit gewesen, für eine frei erfundene Geschichte solch folgenschwere Konsequenzen zu tragen - Schläge, Gefängnis und sogar den Tod? Wie ein Analytiker es so passend formulierte: »Unter solch einem Druck geben Lügner ihre Betrügereien zu und verraten ihre Kohorten.« Die Jünger Jesu passen nicht in diese Kategorie. Eindeutig glaubten sie, was sie predigten. Inklusive der Apostel Paulus, ehemals der fanatischste aller Verfolger der Jünger, bis ihm der wieder auferstandene Jesus auf dem Weg nach Damaskus erschien.
Für Paulus und die anderen Augenzeugen war es nicht eine Angelegenheit logischer Rückschlüsse oder des blinden Glaubens, sondern schlichtweg eine Erfahrung. Sie alle haben den auferstandenen Retter erlebt. Und so erging auch mir. Nein, nicht dass Jesus mir in körperlicher Form erschienen wäre, sondern meine Erfahrung mit ihm ist in all seinen Einzelheiten nicht weniger real und wunderbar. Du fragst mich woher ich weiß, dass er lebt? Er wohnt in meinem Herzen!
Diese Ostern »ihn« erleben zu können,
wünscht möglichst vielen Webbesuchern,
Keith Phillips
für Die Familie
Frohe Ostern!