Es ist ein aufregender Tag für Marie und Johannes: Ihre Eltern sind mit ihnen ins Grüne gefahren, um dort einen vergnüglichen Tag zu verbringen. Nachdem die beiden Familien ein köstliches gemeinsames Picknick beendet haben, fragt Johannes seine Eltern, ob er und Marie in den umliegenden Feldern und Wiesen spielen dürfen.
»Ja«, antwortet sein Vater, »geht nur nicht zu weit weg!«
»Und passt auf, dass ihr nicht zu nahe an den kleinen See kommt!« warnt Maries Mutter.
Marie und Johannes rennen und hüpfen durch die Felder und haben schon bald so viel Spaß, dass sie die Mahnung ihrer Eltern vergessen und sich viel weiter vom Picknickplatz entfernen, als sie sollten.
»Marie, ich hab eine Idee«, ruft Johannes, »lass uns Verstecken spielen!«
»Oh, das wird Spaß machen, Johannes!« erwidert sie. »Ich werde mich zuerst verstecken!»
»In Ordnung!« willigt er ein. Er schließt seine Augen und beginnt so schnell er kann laut zu zählen.
»Nicht blinzeln, Johannes!« ruft Marie, während sie zu einigen nahegelegenen Büschen rennt, hinter denen sie sich versteckt. Bald ruft Johannes: »Bereit oder nicht, hier komme ich!« Zu ihrer Überraschung hat Johannes sie innerhalb kürzester Zeit gefunden.
Dann ist sie an der Reihe, die Augen zu schließen, während Johannes wegläuft, um sich zu verstecken. Doch als sie fertig gezählt hat und mit dem Suchen beginnt, kann sie ihn nirgendwo finden. Nachdem sie mehr als zehn Minuten gesucht hat, gibt sie schließlich auf und ruft: »Johannes, komm heraus, egal wo du bist! Ich gebe auf! Ich kann dich nicht finden!« Schadenfroh lachend springt Johannes hinter einigen entfernt stehenden Bäumen hervor.
»Johannes, das ist nicht fair! Du bist zu weit weggelaufen!« beschwert sich Marie.
»Nun, wir haben nicht ausgemacht, wie nahe wir uns verstecken sollten!« gibt Johannes zurück.
»Macht ja nichts, Johannes, aber jetzt bin ich wieder an der Reihe mich zu verstecken«, sagt sie.
SobaldJohannes mit dem Zählen beginnt, rennt Marie so schnell ihre Füße sie nur tragen können und steuert geradewegs auf das Ufer des nahegelegenen Sees zu! Sie rennt an der Böschung entlang bis ans Ende des Sees und herum auf die andere Seite, wo sie dann im dichten Unterholz verschwindet. Sie läuft tiefer und tiefer in den Wald hinein, bis sie sich schließlich müde und außer Atem auf einen großen Baumstumpf hinsetzt und zu sich selbst sagt: »Ha, hier wird mich Johannes nie finden!«
Marie ruht sich auf dem Baumstumpf aus und staunt, wie schön der Wald ist. Gras und Moos bedecken den Boden dicht wie ein Teppich, der mit unzähligen leuchtenden Farbflecken wilder Blumen durchsetzt ist. »Oh, wie hübsch! Ich werde einen Strauß davon für Mami sammeln!« denkt sie, während sie aufsteht und vergnügt umherhüpfend Blumen pflückt.
Marie hat dabei so viel Spaß, dass sie ihr Versteckspiel ganz vergisst. Nachdem sie so viele Blumen gepflückt hat wie sie nur halten kann, erinnert sie sich plötzlich an Johannes und das Spiel und denkt: »Oh, meine Güte! Ich kehre besser sofort an den See zurück!« Sie späht in alle Richtungen, doch sie kann nicht mehr erkennen, aus welcher Richtung sie gekommen ist. Alle Bäume und Büsche, die den Baumstumpf umgeben, sehen gleich aus!
»Vielleicht bin ich aus dieser Richtung gekommen«, überlegt sie. »Falls es stimmt, dann dürfte es nur einige Minuten dauern, bis ich den See finde. Ich werde gehen und nachsehen!« Doch nachdem sie eine ganze Weile durch den Wald gelaufen ist, ist der See noch immer nicht in Sicht.
»Ich kehre besser wieder zum Baumstumpf zurück«, denkt sie. »Dann werde ich versuchen, den See in einer anderen Richtung zu finden!« Doch nach dem sie einige Minuten umhergeirrt ist, kann sie nicht einmal mehr ihren Weg zum Baumstumpf zurückfinden.
»Oh nein, ich habe mich verirrt!« begreift sie plötzlich. Sie sieht sich im Wald um und er scheint ihr jetzt plötzlich nicht mehr so hübsch zu sein, denn nun hat sie Angst! Während sie einen Moment lang innehält, glaubt sie zu hören, wie sich im entfernten Gehölz etwas bewegt, und sie fragt sich: »Gibt es vielleicht irgendwelche gefährlichen Tiere in diesem Wald? Oh, ich muss unbedingt zu Johannes und zu Mama und Papa zurückfinden!«
In der Hoffnung, irgendwie den See zu finden, fängt Marie, so schnell sie nur kann zu laufen. Doch nach einer Weile erkennt sie, dass sie immer noch verirrt ist und vielleicht sogar noch weiter in die falsche Richtung läuft. So versucht sie, ihren Freund zu rufen. »Johannes! Johannes!« ruft sie so laut sie nur kann, doch sie hört keine Antwort.
Jetzt ist die arme Marie so verängstigt und verzweifelt, dass sie ihre Blumen fallen lässt, auf ihre Knie sinkt und in Tränen ausbricht, denn sie fühlt sich so allein und voller Furcht. Ein kühler Wind weht durch den Wald, und sie bemerkt, dass die Sonne anfängt unterzugehen. »Oh nein! Was wird, wenn mich niemand findet und ich hier draußen in der Dunkelheit die ganze Nacht verbringen muss!« Marie fürchtet sich wie nie zuvor in ihrem Leben.
Dann kommt ihr plötzlich ein Gedanke, und sie erinnert sich an etwas, das sie aus der Bibel gelernt hat: Gottes Sohn, Jesus, liebt sie und ist immer bei ihr, um ihr zu helfen! Auf dem Boden kniend schließt Marie ihre Augen und betet laut: »Lieber Jesus, bitte vergib mir, dass ich ungehorsam gewesen und so ganz alleine weggelaufen bin! Jesus, bitte beschütze mich vor irgendwelchen wilden Tieren und Gefahren, die es hier geben mag. Und bitte hilf mir, wieder zu Johannes, Mama und Papa zurückzufinden!«
Marie fühlt sich augenblicklich viel besser, denn sie weiß, dass Jesus ihr Gebet erhört hat. Sie steht auf, sieht sich ruhig um und hat das Gefühl, dass sie in eine bestimmte Richtung gehen sollte. Es ist beinahe so, als ob jemand sie rufen oder führen würde! Eine Bibelstelle, die sie oft gehört hat, kommt ihr in den Sinn: »Der Herr ist mein Hirte, Er führt mich auf rechten Wegen, ich fürchte kein Unglück.« (Psalm 23)
In nur wenigen Minuten findet sie aus dem Wald heraus und zurück zur anderen Seite des Sees. Und siehe da, auf der gegenüberliegenden Seite ist auch Johannes! »Marie, ich habe überall nach dir gesucht!« ruft er über das Wasser.
»Oh, Johannes, ich habe mich verirrt!« antwortet sie. »Ich bin so froh, dich wiederzusehen! Doch wie komme ich wieder auf deine Seite des Sees zurück?«
Johannes zeigt auf eine schmale Stelle des Sees, die zu einem Bach führt, und ruft zurück: »Sieh dort, du kannst über die kleine Brücke kommen!«
Marie eilt auf die Brücke zu, stellt aber fest, dass sie sehr alt und verfallen ist. »Oh, Johannes, es sieht so gefährlich aus in der Mitte ist ein großes Loch!« Doch sie denkt wieder an Jesus und wie Er ihr geholfen hat, den Weg zum See zurückzufinden. So betet sie still: »Lieber Jesus, bitte hilf mir jetzt, diese wacklige alte Brücke sicher zu überqueren!« Sie nimmt die ersten Schritte und hat keine Angst, denn es kommt ihr vor, als ob unsichtbare Hände sie aufrecht hielten! Johannes streckt ebenfalls seine Arme aus und hilft ihr. »Oh Johannes«, ruft sie aus, »es tut mir so leid, dass ich weggelaufen bin! Es ist so gut, wieder bei dir zu sein! Ich muss dir unbedingt erzählen, was passiert ist, nachdem ich gebetet hab!
Auf diesem Bild siehst du eins wunderschönes Wesen mit Flügeln, welches Marie über die Brücke hilft. Sie ist Maries Schutzengel und ist immer bei ihr. Deshalb fühlte Marie solche Ruhe und solchen Frieden, sobald sie innehielt, um Jesus um Hilfe zu bitten. Das ist auch der Grund, warum sie so schnell wieder aus dem Wald herausfinden konnte: Jesus benutzte diese wunderbare, himmlische Beschützerin und Wächterin, um sie zu trösten und zu leiten!
In der Bibel steht, dass jedes von Gottes Kindern einen eigenen, persönlichen Schutzengel hat. Das ist ein besonderer Engel, dessen Aufgabe es ist, persönlich auf dich aufzupassen und sich um dich zu kümmern. Er wird Schutzengel genannt, weil es seine Aufgabe ist, dich zu bewachen und zu beschützen!
Gottes Engel weichen nie von unserer Seite und schlafen niemals, sondern wachen immer über uns, Tag und Nacht. Sie sind immer bei uns, sie führen uns und versuchen uns zu helfen, die richtige Wahl und Entscheidung zu treffen. Sie zwingen uns jedoch nicht, etwas zu tun, denn Gott lässt uns fast immer wählen, was wir tun wollen. Gewiss, wenn wir eine falsche Entscheidung treffen so wie Marie, als sie ihren Eltern nicht gehorchte und zu weit weg und zu nahe an den See ging geraten wir gewöhnlich in Schwierigkeiten; genauso wie sie! Doch sobald sie Jesus bat, ihr zu vergeben und ihr zu helfen, benutzte Er ihren Schutzengel, um sie zurück in Sicherheit zu führen.
Hast du einen himmlischen Schutzengel, der in Liebe über dich wacht und auf dich aufpasst einen wunderbaren himmlischen Helfer, der nie von deiner Seite weicht? Wenn du dir nicht sicher bist, möchtest du Gewissheit haben? Du brauchst Jesus nur zu bitten, in dein Herz zu kommen, und Er und Seine Engel werden sich dein ganzes Leben lang liebevoll um dich sorgen!
Jesus wird jetzt sofort in dein Herz kommen, wenn du einfach dieses kleine Gebet sprichst: »Lieber Jesus, ich glaube, dass du Gottes Sohn bist, für mich gestorben bist und jetzt wieder lebst. Bitte vergib mir für die Unartigkeiten und für alles Schlechte, das ich je getan habe. Ich öffne jetzt die Tür meines Herzens, Jesus, und bitte Dich: Komm in mein Herz und gib mir Dein wunderbares Geschenk des ewigen Lebens, damit ich in den Himmel kommen kann. Bitte, gib mir auch einen himmlischen Schutzengel, der immer bei mir ist. In Deinem Namen bete ich. Amen.«
Gott segne dich! Wir lieben dich und würden dir gerne weitere wunderschöne, farbige Poster senden. Schreib uns einfach, am besten heute noch!