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Für viele Menschen ist fehlendes Selbstvertrauen ein Zeichen von Schwäche. Tatsächlich kann das aber etwas Gutes sein, wenn wir uns dadurch mehr auf Jesus stützen. Wir sind immer einen Sprung voraus, wenn wir uns auf den Herrn verlassen und ihn um die benötigten Antworten bitten, da er viel weiser und »stärker« ist, als wir es alleine jemals sein könnten.
Das ist die wahre Stärke der Schwäche zu wissen, dass du Jesus brauchst und dich an ihn wenden musst, um die erforderlichen Antworten zu bekommen und sie dann in die Tat umzusetzen. Allein bist du schwach, du weißt, dass du die Antworten nun mal nicht parat hast, all die Gründe nicht gleich verstehst und dich nicht immer auf deine eigenen Ideen verlassen kannst. Statt dessen betest du und fragst erstmal Jesus. Deine erste Reaktion sollte immer das Gebet sein.
Das Konzept der »positiven Schwäche« bedeutet, Jesus zu fragen, auch wenn du meinst, genau zu wissen, was du tun musst, und ihm dennoch folgst, auch wenn seine Antwort von deinem eigentlichen Gedanken oder Plänen abweichen. Das ist gut so, weil du dann den Herrn durch dich wirken lässt und seinen Willen ausführst. Du überlässt ihm die Kontrolle. Du lässt ihn die Entscheidungen treffen und tust die Dinge auf seine Art und Weise. Dadurch kann er deine Schwäche in eine Stärke verwandeln.
Du wirst niemals in die Irre gehen, wenn du im Gebet zu ihm kommst. Je mehr du ihn bezüglich deiner Angelegenheiten um Rat bittest, desto mehr kann er durch dich wirken. Je hilfloser du dir vorkommst, desto besser ist es im Grunde für dich: du erkennst, dass du keine Ahnung hast, was zu tun ist und wendest dich an ihn, um die Antworten zu erhalten.
Es ist nichts Verkehrtes daran, sich unfähig zu fühlen, wenn es dich dazu bringt, im Gebet zu Jesus zu kommen. Es handelt sich hier um keine Schwäche, sondern in Wirklichkeit um deine größte Stärke. Jesus wird immer gegenwärtig sein, um dich zu leiten und zu führen. Dies sind positive Gefühle, da sie dir klar machen, dass du Jesus brauchst, und ihm gefällt es, wenn du genau diese Haltung annimmst. Er benutzt diese Gefühle, um dich immer wieder zu ihm zurückzubringen, damit er dich weiterhin segnen und durch dich wirken kann. Es dient dir und anderen, die durch deine Entscheidungen beeinflusst werden, zum Besten. Nur weil du dich ungeeignet und unzureichend vorkommst, heißt das nicht, dass dem auch so ist wende dich einfach nur ihm zu.
Die einzige Kehrseite und Versuchung wäre hierbei, dass du zwar deine Schwäche und Unzulänglichkeit eingestehst und vor dem Herrn bringst, aber dann aus diversen Gründen seinem Ratschluss nicht folgst und umsetzt. Vielleicht bist du dir nicht sicher, dass es wirklich »seine« Antworten sind, oder kannst dir einfach nicht vorstellen, wie sich sein Ratschlag bewahrheiten könnte. Vielleicht denkst du, die Umsetzung wäre zu schwer für dich und ziehst sie deswegen hinaus. Doch musst du Glauben haben, dass Gott wirklich zu dir spricht und weiß was gut und richtig ist dann musst du einfach nur gehorchen und umsetzen, was er dir gezeigt hat. Vielleicht hast du anfänglich Schwierigkeiten damit, aber je mehr du es dir zur Gewohnheit machst, Jesus um Leitung, Antworten und Lösungen zu bitten, desto leichter wird es dir fallen, umso klarer wirst du ihn sprechen hören und desto öfter wird dir dieses Konzept Erfolg bescheren.
Auch wenn es dir an Glauben mangelt, mit dieser Vorgehensweise einen Anfang zu machen, kann Gott dir auf die Sprünge helfen. Wenn dir das Implementieren einer von ihm gezeigten Richtung als unmöglich erscheint, bitte ihm, dir zu zeigen, wie du die Sache angehen kannst. Wenn dir der erste Schritt als zu schwer erscheint, bitte ihn, dir dabei zu helfen. Wenn du gehorchst und kleine Schritte für ihn machst, wird er die großen Schritte für dich tun und dir helfen, Fortschritte zu machen. Er wird sein Wort immer halten.
In jeder spezifischen Situation, in der du Hilfe brauchst, frag ihn einfach. Dadurch nutzt du deine Schwäche und zapfst Gottes Power an. Aber wenn du Rat von ihm empfängst und ihn nicht zu Herzen nimmst und nicht versuchst, ihn anzuwenden und in die Tat umzusetzen, dann verwirkst die goldene Gelegenheit, dich seine Stärke zunutze zu machen und stehst am Ende mit deiner Schwäche allein da. Deine natürlichen Schwächen bleiben ein Hindernis, anstatt sich zum Vorteil zu entwickeln, weil du des Herrn angebotene Hilfe nicht angenommen hast. Das passiert uns allen manchmal. Niemand ist perfekt und das erwartet Gott auch nicht von uns, aber die meisten von uns könnten ihn viel öfter um Rat bitten, ob bei großen oder kleinen Problemen und Entscheidungen.
Wir brauchen also nur folgende drei Schritte zu befolgen:
Als erstes daran denken, Gott zu fragen.
Ihm zu glauben, was er dir sagt, und dich daran festhalten.
Gottes Rat folgen und auch umzusetzen.
Jesus sagte zum Apostel Paulus: »Meine Gnade ist alles was du brauchst. Meine Kraft erzeigt sich in deiner Schwäche« (2. Korinther 12:9). Dieses Versprechen gab er auch dir. Wenn du dich schwach fühlst, wird er stark in dir sein. Wenn du denkst, dass du unmöglich etwas tun kannst, was Gott wohlweislich in die Tat umgesetzt haben möchte, wird er es »durch dich« tun. Auch wenn du dir nicht vorstellen kannst, wie genau er seinen Willen durch dich erfüllen wird, tu nur was du kannst und er wird den Rest tun. Das bedeutet, Jesus walten und deine Schwäche in eine Stärke verwandeln zu lassen.