In der nächtlichen Stille kann man so gut nachdenken. Da gibt es nichts, was einem stören kann. Kein Wirrwar von Stimmen, das dich aus dem Konzept bringt. Du kannst deine Antenne ganz auf Gott ausrichten. Es ist so einfach, ihn Nachts zu hören diese klare leise Stimme in diesen magischen Stunden der nächtlichen Stille.
Ihm gefällt es, mit schmeichelnden, sanften Tönen in dein Ohr zu flüstern. Er liebt es, dich in der Sanftheit der Nacht, wenn es keine anderen Stimmen gibt, die Ihn übertönen, mit seiner zärtlichen, liebenden Stimme zu umwerben und direkt zu deinem Herzen zu sprechen. Am Tage ist es manchmal schwierig ihn durch all den Lärm und Trubel, den Geräuschen und der Hektik hindurch zu hören. Zu viel Stress!
Mir ist der geschäftige Tag mit all seinem hektischen Getue, Lärm, Geschrei, grellem Licht und der brennenden Hitze unangenehm. Ich sehne mich nach der Kühle und Ruhe der Nacht, wenn die leuchtenden Sterne so ruhig und strahlend vor sich hin glitzern. Sie zwinkern dir zu und sprechen zu dir mit unhörbarer Stimme. Du kannst die Sterne stundenlang anschauen und beobachten, wie sie so glitzernd, wie auf Zehenspitzen durch den Himmel tippelnd ihre Bahnen durch die Weite des Weltalls ziehen und das Firmament erhellen. Du hast das Gefühl, die Augen der Engel blinzeln zu dir hinunter, als wollten sie dich wissen lassen, dass sie auf dich Acht geben!
Auch wenn in der Bibel viele Male die Dunkelheit in Verbindung mit dem Bösen genannt wird, ist die Nacht an sich nicht böse. Tatsächlich wird auch in der Bibel von ihr als Segnung gesprochen. An einer Stelle wird erwähnt, dass Jesus »des Morgens vor Tage stand er auf und ging hinaus« um an einer einsamen Stelle zu beten (Markus 1:35) und an anderer Stelle »und er blieb über Nacht im Gebet zu Gott« (Lukas 6:12). Auch Salomo erschien der Herr in der Nacht und sagte ihm Weisheit und Wissen voraus (1.Könige 3:3 -15). Und David schrieb einige seiner Psalmen über die Gemeinschaft mit Gott in den Nachtstunden (Psalm 63:6-7).