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Eine gute Führungskraft führt sich nicht als »Boss« auf sie ist anderen ein Diener! Als Jesus sagte: »Wer groß sein will unter euch, der sei euer Diener«, (Matthäus 20; 26) versuchte er nicht nur seinen Jüngern Demut zu lehren. Ein effektiver Vorgesetzter hat es nicht nötig, einen diktatorähnlichen Führungsstil zu adaptieren! Er hört seinen Angestellten zu. Wenn die Leute an der Spitze nicht mit denen unter ihnen kommunizieren, können sie folglich auch nicht deren Probleme verstehen. Wenn es so weit gekommen ist, muss man unweigerlich mit Schwierigkeiten rechnen!
Führungskräfte auf jeder Ebene sollten denen zuhören, die unter ihnen stehen. Man ist zwar dafür verantwortlich, die letzte Entscheidung zu treffen, aber an der Spitze zu stehen heißt nicht, auch all die Ideen haben zu müssen, alle Pros & Cons durchdenken und eine Entscheidung ganz alleine ausbrüten zu müssen. Ein guter Unternehmensleiter hört auch auf das, was andere sagen.
Eine gute Sekretärin kennt sich besser mit den Angelegenheiten ihres Vorgesetzten aus, als er selbst und das sollte sie auch! Er muss nicht mit all den Einzelheiten behelligt werden, denn dafür hat er seine Sekretärin. Ein guter Chef weiß, dass seine rechte Hand über den Umfang, der Arbeit und der Dringlichkeit besser Bescheid weiß, und gewöhnlicherweise respektiert er das und nimmt sich ihre Vorschläge zu Herzen.
Was die Pläne und Ziele, die Motivation und andere übergreifende Aspekte der Arbeit betrifft, sollten dort die eigentlichen Führungsqualitäten stecken, ansonsten sollte man besser nicht in der Chefetage sitzen. Aber was die alltägliche Praxis betrifft, sollte der Chef vorzugsweise auf die Mitarbeiter hören, da jene mit Sicherheit mehr Fachwissen innehaben. Ein guter Chef wird die Vorschläge seiner Angestellten berücksichtigen, sie mit ihnen diskutieren, bei Arbeitsprozessen zustimmen und sie dann die Arbeit ausführen lassen und nur dann und wann kontrollieren, ob die Arbeit zufriedenstellend und ohne gravierende Fehler ausgeführt wird. Das ist der wirkliche Job eines Geschäftsführers: die Dinge am Laufen zu halten. Er sollte seine Leute die Vorschläge machen lassen, sie in die Arbeit einweisen und ihnen in jedem Fall die Ausführung überlassen.
Ein jeder Staatsführer ist von Ratgebern umgeben, die ihn bei seinen Aufgaben beraten. Wusstest du, dass sogar Gott nach diesem Prinzip arbeitet? Er ruft seine Chefberater und Engel zusammen und fragt sie: »Was denkt ihr, was wir in diesem Fall tun sollen?« Er hört sich ihre Vorschläge an und besitzt die Weisheit, schlussendlich zu wissen, wer von ihnen Recht hat (1.Könige 22: 19-22 und Hiob 1: 6-12). Und Gott hört nicht nur auf seine himmlischen Ratgeber, Geister und Engel, sondern nicht zu vergessen auch auf uns und tut, worum wir ihn bitten!
Wenn selbst Gott nicht alles Denken für uns erledigt, wer sind wir dann, wenn wir versuchen, alle Entscheidungen selber zu treffen, alles alleine zu planen, all die Anweisungen zu geben und sie dann auch noch auszuführen? Eine Führungskraft kann alleine ein Unternehmen nicht leiten!
Es ist zumeist der Anfänger, die unerfahrene Nachwuchsführungskraft, die versucht alles alleine zu erledigen und jedem zu sagen, was er tun soll. Noch nie in solch einer Position gewesen, unwissend was oder wie es getan werden soll, sitzt solch ein Neuling schon mal gerne auf dem Thron und verteilt Machtworte. Ein eher leichtsinniger Manager, Geschäftsführer oder Chef, wer so handelt.
Wenn eine weise Führungspersönlichkeit ein bestimmtes Ziel erreichen möchte, ruft sie ihre Ratgeber zusammen, hört sich deren Vorschläge an und entscheidet dann, wessen Rat der Beste ist. Und wem wird sie dann die Ausführung anvertrauen? Jenen Beratern, die andere Ideen hatten? Ganz im Gegenteil, er gibt den Job demjenigen, der den entscheidenden Vorschlag gemacht hat.
Eine gute Führungskraft wird versuchen, seine Mitarbeiter zufrieden zu stellen, jeder sollte die Tätigkeit ausführen können, die er gerne mag und für die er auch qualifiziert ist.
Ein effektives Team zeichnet sich dadurch aus, dass alle Mitarbeiter gut zusammen arbeiten können nicht nur einer, einige oder gar die meisten, sondern durchweg alle. Es ist wichtig zu lernen, zusammenzuarbeiten, einander zuzuhören, sich zu beratschlagen, in Einklang kommen, zusammen zu entscheiden und die Aufgabe schließlich gemeinsam auszuführen.
So wie der menschliche Körper bist auch du auf jedes einzelne Organ angewiesen. Jeder Fingernagel, jede Zelle und jedes Körperglied (1.Korinther 12; 14-17) zählt. Jeder wird gebraucht und ist wichtig, vom kleinsten und unscheinbarsten bis zum scheinbar wichtigsten, jeder hat seine Aufgabe und wird gebraucht, alle müssen in Einigkeit, Harmonie und Kooperation zusammenarbeiten.
Miteinander reden und diskutieren, sich beratschlagen, übereinstimmen, gemeinsam entscheiden, gemeinsam ertragen, füreinander sorgen, zusammen arbeiten und wachsen und die Früchte der Arbeit gemeinsam genießen berücksichtigst du all diese Qualitäten, bist du ein wahrlich weiser Vorgesetzter und in der Tat eine clevere Führungskraft.