Beamter des Pentagon schildert
Ereignisse, die sein Leben retteten
von Lt. Col. Franklin Childress, Baptist Press
WASHINGTON In Jeremia 29:1113 gibt Gott zuversichtlich bekannt: »Denn Ich weiß, was für Gedanken Ich über euch habe. Gedanken des Friedens und nicht des Leides, euch eine Zukunft und Hoffnung zu geben.« Diese Bibelverse hätten sich für mich niemals klarer bewahrheiten können, als an jenem Dienstag, dem 11. September 2001.
Meine Abteilung war ground zero für jenes Flugzeug, das in den Pentagon raste. Mein Büro wurde vollständig zerstört, die meisten meiner Mitarbeiter getötet oder schwer verletzt doch ich blieb verschont. An dem bestimmten Tag hielt ich mich in meiner Wohnung auf und wartete darauf, eine Lieferung mit meinem Hab und Gut zu empfangen.
Um für mein Aufgebot als Public Affairs Officer beim Deputy Chief der Armeebelegschaft anzutreten, checkte ich am 4. September beim Pentagon ein. Ich wurde einem neu renovierten Flügel des riesigen Gebäudes zugewiesen. Die ungewohnte Fremdheit des Pentagons wer welche Tätigkeiten ausübt, welche Rolle ich spielen würde überwältigte mich.
Ich absolvierte die Prozedur des Eincheckens, traf all meine zukünftigen Mitarbeiter und erfüllte jegliche Einführungsreglements am Montag, dem 10. September. Als Teil meiner anfänglichen Voraussetzungen musste ich mit dem Transportation Office in einer nahen militärischen Einrichtung die Lieferung meiner Möbel und persönlichen Sachen aus Hawaii abklären.
Ursprünglich hätten meine Sachen am 6. September abgeliefert werden sollen. Als ich zurückrief, um den Termin telefonisch zu bestätigen, wurde mir von meinem Ansprechpartner gesagt, der frühere Beauftragte habe den Auftrag übersehen und ich würde eine Woche warten müssen, bis meine Sachen ankämen. Ich war ein bisschen verärgert, nahm aber die Sache so hin wie sie war und machte einen neuen Termin ab.
Zu dem Zeitpunkt hatte ich keine Ahnung, dass meine Wahl für den 11. September als Tag der Anlieferung mein Leben retten sollte. Ich dachte nämlich, dass ich am Montag, dem 10. September möglicherweise meinen neuen Vorgesetzten, Lt. Gen. Maude, werde treffen müssen. Deswegen traf ich die Entscheidung, meine Gepäckladung in meinem Apartment am 11. September zu empfangen.
Als ich auf meinem Balkon saß und auf den Lastwagen der Umzugsspedition wartete, der hier um 9:32 ankommen sollte, hörte ich plötzlich etwas, das wie ein Überschallknall klang. Kurz danach rasten die Feuerwehr und Krankenwagen die Straßen entlang. Ich schaltete den Fernseher an und fand zu meinem Entsetzen heraus, dass ein Flugzeug der American Airlines in das Pentagon gestürzt war. Noch schockierter war ich dann über die Nachrichten bezüglich des New Yorker World Trade Centers. Ich sah dann die Twin Towers in sich zusammen stürzen. Für mich war das alles, als wenn ich das Ende der Welt mit eigenen Augen mit ansehen würde.
Dann schlugen die tragischsten aller Neuigkeiten bei mir wie eine Bombe ein: der Haupteinschlagspunkt des Flugzeugcrashs war mein Büro gewesen. Ich fand heraus, dass mein Vorgesetzter und viele meiner Mitarbeiter als vermisst gemeldet wurden. Wäre ich an dem Tag bei der Arbeit gewesen, hätte ich diesen Bericht jetzt nicht schreiben können.
Mir ist jetzt klar geworden, dass Gott mir das ultimative Geschenk gegeben hat meine Errettung! Wäre ich an dem Tag dort gewesen, wäre ich dazu bereit gewesen, dass Gott mich zu sich nimmt. Ich habe auch realisiert, dass mir ein zweites Geschenk gegeben worden ist, nämlich dass Gott durch ein Wunder mein Leben verschonte. Ich bin Jesus wirklich dankbar, dass Er mir Kraft schenkt.
Einige Leute meinen, ich hätte einfach Glück gehabt, und dass ich durch Zufall verschont wurde aber ich glaube, dass ich gesegnet bin. Ich weiß, wer mich gerettet hat, und Er heißt nicht »Zufall«. Ich glaube nicht, dass überhaupt irgend etwas »zufällig« passiert. Ich glaube, dass Gott mich aus gutem Grund verschont hat. Ich sollte still sein, und Ihn mir Seinen Plan für mein Leben offenbaren lassen. Bis das eintrifft, werde ich jedem von meinem wunderbaren Geschenk erzählen.
Abschließend bete ich, dass jedermann, jede Frau, jeder Junge und jedes Mädchen wer immer meine Worte liest über die Bedeutung des Lebens nachdenkt. Ich bete, dass jeder nach sorgfältiger und gebetsvoller Überlegung so wie ich sein Leben Jesus Christus übergibt und Ihm als seinem Herrn und Erretter vertraut. Ich verspreche all jenen, die das tun, dass Jesus ihnen ein neues Leben geben wird, und dass sie es in Fülle haben werden.
Ich bete auch, dass jeder Christ ein mutiges Zeugnis von Ihm ablegen wird. Ich glaube, dass wir nur wenig Zeit haben, um die Suchenden zu erreichen. Jetzt sind die Menschen empfänglich für Gottes Wort und Jesus wird bald wieder zurückkommen. Es mag sein, dass wir gerade für diese Zeit geboren wurden.