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Titel: "Lese-Ecke": Deine geistige Nahrung - täglich frisch serviert.

WORUM GEHT ES EIGENTLICH?



Dr. Papaderos, was ist der Sinn des Lebens?”, fragte ich den alternden Professor für griechische Kultur und Geschichte.

Das übliche Gelächter folgte und Leute standen auf, um zu gehen.

Papaderos hob seine Hand, stellte so Ruhe im Raum her, und schaute mich lange Zeit an. Mit Seinen Augen fragte er mich, ob ich es ernst meinte und in meinen Augen sah er, dass es so war.

“Ich werde deine Frage beantworten.” Er nahm seinen Geldbeutel aus der Hosentasche und kramte aus einem Fach für Geldscheine einen sehr kleinen, runden Spiegel heraus, ungefähr so groß wie ein Zehnpfennig Stück. Dann sagte er ungefähr folgendes:

“Als ich ein kleines Kind war, während des Krieges, waren wir sehr arm und lebten in einem abgelegenen Dorf. Eines Tages fand ich auf der Straße die zerbrochenen Teile eines Spiegels. Ein Motorrad war an diesem Platz zu Schrott gefahren worden.

Ich versuchte, alle Stücke zu finden und sie zusammenzusetzen, aber das war nicht möglich, also behielt ich nur das größte Stück, dieses hier. Indem ich es an einem Stein wetzte, machte ich es rund. Ich fing an, damit wie mit einem Spielzeug zu spielen und war fasziniert von der Tatsache, dass ich damit Licht in dunkle Plätze reflektieren konnte, wo die Sonne niemals scheinen würde – in tiefe Löcher und Spalten und in dunkle Schränke. Es wurde ein Spiel für mich, Licht in jeden noch so unerreichbaren Platz zu bringen, den ich finden konnte.

Ich behielt den kleinen Spiegel, und als ich aufwuchs, holte ich ihn in untätigen Momenten heraus und führte das aufregende Spiel fort. Als ich ein Mann wurde, verstand ich, dass dies nicht nur ein Kinderspiel war, sondern eine Metapher dafür, was ich mit meinem Leben tun sollte. Ich verstand, dass ich nicht das Licht oder die Quelle des Lichtes bin. Aber das Licht – Wahrheit, Verständnis, Wissen – ist da und es wird nur dann in viele dunkle Plätze scheinen, wenn ich es reflektiere.

Ich bin ein Fragment eines Spiegels, dessen Design und Form ich nicht kenne. Trotzdem kann ich mit dem, was ich habe, Licht in die dunklen Plätze dieser Welt reflektieren – in die schwarzen Stellen in den Herzen der Menschen – und kann einige Dinge in den Herzen mancher Menschen verändern. Vielleicht sehen dies andere und tun das Gleiche. Das ist, was mich ausmacht. Das ist der Sinn meines Lebens.”

Dann nahm er seinen kleinen Spiegel, hielt ihn vorsichtig, fing die hellen Sonnenstrahlen ein, die durch das Fenster strömten und reflektierte sie auf mein Gesicht und auf meine auf dem Tisch gefalteten Hände.

Viel von den Informationen, die ich in diesem Sommer über griechische Kultur und Geschichte bekommen habe, sind aus meiner Erinnerung verschwunden. Aber im Geldbeutel meines Gedächtnisses trage ich immer noch einen kleinen, runden Spiegel herum.


– Von Ted Cashion



Tu alles an Gutem, das du kannst.
Mit allen Mitteln, die du hast.
Auf jede Weise, die du kannst.
Überall, wo du nur kannst.
Zu jeder Zeit, in der du kannst.
So lange, wie du nur kannst.

– John Wesley (1703 – 1791)


* * *

Ich versuche den armen Leuten für Liebe zu geben, was die Reichen für Geld bekommen könnten. Nein, ich würde einen Leprakranken nicht für tausend britische Pfund anfassen; doch ich behandle ihn gerne für die Liebe Gottes.

– Mutter Theresa (1910 – 1997)


* * *

Nur ein Leben, das für andere gelebt wird, ist ein lebenswertes Leben.

– Albert Einstein (1879 – 1955)


* * *

Denn wer sein Leben erhalten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird's erhalten. Denn welchen Nutzen hätte der Mensch, wenn er die ganze Welt gewönne und verlöre sich selbst oder nähme Schaden an sich selbst?

– Jesus (Lukas 9:24-25)



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