Nachdruck aus Insight, vom 4. April, 1999
Die darwinistische Vorherrschaft in den Naturwissenschaften ist möglicherweise durch eine einschneidende, revolutionäre Bewegung bedroht, die einen intelligenten Plan in der Natur sieht und einen Planer.
Der Chemiker Charles Thaxton war erstaunt, als vor 15 Jahren sein Buch über die chemische Evolution The Mystery of Life's Origin (Das Geheimnis vom Ursprung des Lebens), das er zusammen mit zwei anderen Wissenschaftlern verfasste, äußerst positive Reaktionen von Wissenschaftlern im ganzen Land hervorrief. Thaxton, ein Gastprofessor in der Karls-Universität in Prag, erwartete negative Reaktionen, falls das Buch überhaupt Beachtung finden würde. Das Buch wird seither als eine der Eröffnungssalven für das betrachtet, was als »Intelligenter Plan«-Bewegung bezeichnet wird.
Schließlich befürwortete The Mystery of Life's Origin, das zu einem Bestseller unter den Universitäts-Textbüchern wurde, versuchsweise einen intelligenten Plan in der Natur, und hob ernste Fehler im Darwinismus hervor. Solche Ansichten galten zu dieser Zeit bei der Mehrzahl der Wissenschaftler als undenkbar und völlig unwissenschaftlich. Denn ein intelligenter Plan ging nicht nur davon aus, dass die Evolution kein chaotischer Zufallsprozess war, wie die meisten Biologen glaubten, sondern (noch inakzeptabler) er deutete auch auf die mögliche Existenz eines Planers hin vielleicht Gott der für den Plan verantwortlich war. Die Auffassung, dass ein Planer hinter der Natur am Wirken sein könnte, war ein Konzept, das kein Wissenschaftler, der etwas auf sich hielt, in sein wissenschaftliches Schema einbringen wollte.
»Ich dachte nicht, dass irgendjemand das Buch akzeptieren würde. Als wir es schrieben, fühlten wir uns wie einsame Wölfe«, erzählte Thaxton dem Magazin Insight. »Eingefleischte Materialisten werden keine Intelligenz in der Natur tolerieren«, sagte er.
»Doch dann bekam ich viele Anrufe von Wissenschaftlern und Mathematikern, die es dennoch taten« Männer und Frauen aus einer Vielfalt von wissenschaftlichen Gebieten, die zu dem gleichen Schluss kamen, den Thaxton in The Mystery of Life's Origin beschrieben hatte. Sie stießen wie Thaxton und seine Mitautoren in ihren Laboratorien und wissenschaftlichen Studien tagtäglich auf Daten, die nicht länger durch das Standardmodell der darwinistischen Evolution erklärt werden konnten. Diese Daten konnten besser und wissenschaftlicher mit der Argumentation verstanden werden, dass extrem komplexe Gegebenheiten in der Natur das DNA-Molekül zum Beispiel entworfen wurden, um genau das zu tun, was sie tun und dass sie nicht willkürlich evolutioniert und durch Zufall entstanden sind, wie die darwinistische Evolution behauptet.
Thaxtons Argumentation für ein intelligentes Design, auf einfachste Weise erklärt, sieht etwa so aus: Das DNA-Molekül, die Basis des Lebens, stellt eine Nachricht dar. Es ist eine Information, codiert in einer doppelten Spiral-Struktur. Es ist nicht wie eine Nachricht, es ist eine Nachricht. Das Molekül selbst ist ein hochentwickeltes, komplexes Design, die eigentliche Botschaft.
»Wir Menschen wissen aus Erfahrung: Wenn eine Nachricht da ist, hat eine Intelligenz diese Nachricht kreiert«, sagte Thaxton. Keine andere Erklärung wird genügen, die Existenz der Nachricht zu rechtfertigen. Zum Beispiel empfangen wir ja auch nicht Briefe von willkürlichen, nicht richtungsorientierten Absendern. Insofern kann gefolgert werden, dass die DNA eine Botschaft durch intelligentes Planen produziert wurde. »Wir wissen aus Erfahrung: wo es einen Plan gibt, da gibt es auch einen Planer.«