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Inhalt:
Während einer Hungersnot ließ ein gutherziger, reicher Bäcker einmal zwanzig der ärmsten Kinder der Stadt rufen und sagte zu ihnen:
»In diesem Korb hier ist für jedes von euch ein Laib Brot. Nehmt ihn und kommt jeden Tag zur gleichen Zeit wieder hierher, bis Gott uns bessere Zeiten schickt!«
Die hungrigen Kinder scharten sich begierig um den Korb und die meisten stritten sich ums Brot, weil jedes den größten Laib haben wollte. Endlich zogen sie ab, ohne dem guten Mann auch nur Dankeschön gesagt zu haben.
Aber Gretchen, ein kleines, schäbig gekleidetes Mädchen, balgte und stritt sich nicht mit dem Rest, sondern stand ruhig abseits und wartete. Nachdem die schlecht gesitteten Kinder weggegangen waren, nahm sie den kleinsten Laib, der als einziger im Korb übriggeblieben war, küsste die Hand des gütigen Herrn und ging nach Hause.
Am nächsten Tag benahmen sich die Kinder so schlecht wie am Tag zuvor und das arme, scheue Gretchen erhielt einen Laib, der kaum halb so groß war wie der, den sie am vorigen Tag bekommen hatte. Zu hause angekommen, schnitt ihre Mutter den Laib auf und viele neue, glänzende Silberstücke fielen heraus.
Ihre Mutter war überaus erschrocken und sagte: »Bring dem liebenswürdigen Herrn sofort dieses Geld zurück, denn es muss wohl aus Versehen in den Teig geraten sein! Geh schnell, Gretchen! Beeile dich!«
Doch als das kleine Mädchen dem reichen Mann die Worte ihrer Mutter wiederholte, sagte dieser: »Nein, nein, mein Kind, es war kein Versehen. Ich ließ die Silberstücke in den kleinsten Laib stecken, um dich zu belohnen. Sei weiterhin so zufrieden, liebenswürdig und dankbar wie du bereits bist! Geh jetzt schnell heim und sag deiner Mutter, dass das Geld euch gehört!«
Wenn wir andern geben und nachgeben, um ihnen Freude zu bereiten oder ihre Wünsche vor unsere eigenen stellen, sind wir manchmal geneigt zu denken, wir wären benachteiligt. Dem ist aber nicht so. Gott sieht solche Selbstlosigkeit und Er wird sie belohnen. Wer gibt, verliert nie!
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Schon viel verloren
Eine wohlhabende Dame, die in ihren späteren Jahren zum christlichen Glauben gefunden hatte, ging von ihrer Enkelin begleitet auf einer Geschäftsstraße spazieren. Als ein Bettler sie ansprach, hörte die Frau seiner Geschichte geduldig zu. Dann nahm sie einen Geldschein aus ihrer Handtasche und legte ihn in seine Hand. An der nächsten Straßenecke stand ein Freiwilliger der Heilsarmee und die alte Dame ließ eine Spende in den Kessel fallen. Ihr Enkelkind schaute sie voller Neugier an und sagte: »Großmama, du musst schon viel verloren haben, seit du Christin geworden bist, oder?«
»Ja, meine Liebe«, sagte die alte Dame, »das habe ich wohl. Ich habe mein aufbrausendes Wesen verloren, meine Gewohnheit, andere zu kritisieren, und meine Neigung, meine Freizeit mit nichtigen sozialen Anlässen zu verbringen und mit Vergnügungen, die nichts bedeuten. Ich habe auch einen Geist der Habgier und der Selbstsucht verloren. Ja, bestimmt, ich habe sehr viel verloren! Aber was ich gewonnen habe, ist unschätzbar: einen tiefen Frieden; Kraft im Gebet; einen Freund, der immer bei mir ist, der mich kennt, liebt und beschützt; persönliche Erfüllung und einen Lebensinhalt, von dem ich nicht einmal wusste, dass er existierte; Glaube, der mir keinen Raum für Angst lässt; eine Verheißung von einem wunderbaren Himmlischen Heim, wenn es für mich mit diesem irdischen vorbei ist und noch viel mehr! Ja, ich bin glücklich über das, was ich verloren habe; und was ich gewonnen habe ist von unschätzbarem Wert!«
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Während vielen Jahren haben Mutter Theresa und die Schwestern ihrer Gemeinschaft sich der Aufgabe gewidmet, den Armen und Bedürftigen Kalkuttas zu helfen. Einmal, als sie über ihr Werk sprach, sagte sie: »Es ist nur ein Tropfen in einem Ozean - aber der Ozean würde nicht derselbe sein ohne diesen Tropfen.«
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Wie doch unsere kleinsten Anstrengungen sich vervielfachen, wenn die Motivation dahinter eine selbstlose ist!
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Geben als Gewohnheit
Vielleicht hast du schon das friedliche Glück und die Austrahlung auf dem Gesicht von Menschen bemerkt, die sich Geben zur Gewohnheit gemacht haben. Sei es Zeit, Geld, Hilfe oder auch nur ein freundliches, ermutigendes Wort - sie scheinen stets nicht nur selbst zufrieden zu sein, sondern auch immer genug zu haben, um mit anderen zu teilen. Mit den folgenden Worten erklärte Jesus den Grund dafür: »Gebt, und es wird euch gegeben werden! Ein reichliches, gedrücktes, gerütteltes und übervolles Maß wird man in euren Schoß schütten; denn mit demselben Maß, mit dem ihr messt [austeilt], wird euch wieder zugemessen werden.« (Lukas 6:38)


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