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Inhalt:
Kostbarste Perlen
Tief unten auf dem Meeresboden öffnet sich eine Muschel weit, um das Wasser durchfließen zu lassen. Ihre Kiemen nehmen so Nahrungsstoffe auf und leiten diese zur Verdauung in ihren Magen weiter. Plötzlich wirbelt ein großer Fisch in der Nähe mit seiner Flosse eine Sand- und Staubwolke auf. Sand! Die Muschel kann Sand überhaupt nicht ausstehen. Er ist so rauh und macht das Leben so beschwerlich und unbequem, und es ist immer so lästig, wenn etwas Sand in die Muschel gerät. Schnell schließt die Muschel ihre Schalen, doch es ist schon zu spät. Ein hartes, grobes Sandkorn ist bereits eingedrungen und bleibt drinnen, zwischen ihrem Fleisch und der Schale stecken.
Ach, wie unangenehm dieses Sandkorn für die Muschel ist! Doch Gott hat die Muschel mit besonderen Drüsen ausgerüstet, mit Hilfe derer die Innenseite der Muschelschalen beschichtet worden sind. Diese Drüsen beginnen sofort, das störende Sandkorn mit einer hübschen, glatten, schimmernden Schicht zu überziehen. Jahr für Jahr fügt die Muschel weitere Schichten von Perlmutt hinzu und umhüllt das kleine Sandkorn, bis sie schließlich eine herrlich schimmernde, kostbare Perle geschaffen hat.
Manchmal sind unsere Probleme wie eines dieser Sandkörner. Sie können wirklich stören und so viel Ärger und unendliche Unannehmlichkeiten verursachen, und wir fragen uns, warum wir das ertragen müssen. Doch Gott beginnt in Seiner Barmherzigkeit, durch unsere Probleme und Schwächen ein Wunder zu wirken vorausgesetzt, wir lassen es Ihn tun. Wir lernen Bescheidenheit und Bereitwilligkeit, wir lernen, verzweifelter zu beten und uns dem Herrn zu nähern, und es macht uns weiser und besser fähig, unsere Probleme zu überwinden. Wie ein unerkannter Segen, so nimmt der Herr diese rauhen Sandkörner in unserem Leben und verwandelt sie nach und nach in kostbarste Perlen von Kraft und Stärke und das ermutigt wiederum viele andere und schenkt ihnen Hoffnung.
* * *
Du siehst nicht das Leuchten der Sterne
Am helllichten, sonnigen Tag,
Das Dunkel der Nacht ganz alleine
Ihr Funkeln zu zeigen vermag.
Wie herrlich die Stille, der Frieden,
Nach zornigem, tobendem Sturm,
Und niemand lernt Freiheit
so schätzen
Wie der, der die Freiheit
verlorn.
Wir lernen das Gute nur achten
Nach traurigem, hartemVerlust,
Wenn unsere Segnungen schwinden,
Sind sie uns erst richtig
bewusst.
Die vollsten und süßesten Reben
Wachsen ums Dornenkreuz her,
Und in den dunkelsten Nächten
Singt den Menschen das himmlische
Heer.
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Immunität
Der Herr macht dich mit jedem Sieg stärker. Wie bei einer Impfung: Er gibt dir jedesmal eine kleine Dosis, damit du nicht die Krankheit bekommst, sondern langsam, aber sicher eine Immunität dagegen aufbaust. Wenn du jedoch niemals geprüft würdest, nie eine kleine Dosis erhalten hättest, wärst du niemals in der Lage, die große Dosis zu verkraften.
Im Mittelalter, als Giftmorde sehr häufig vorkamen, nahmen viele Könige und wichtige Persönlichkeiten tagtäglich kleine Portionen Gift zu sich. Sie begannen mit ganz wenig, nur ein paar winzigen Körnern, und nahmen dann jeden Tag ein wenig mehr davon ein, bis sie nach und nach eine gewisse Abwehrkraft aufgebaut hatten, so dass es nicht tödlich sein würde, wenn ihnen jemand eine größere Menge davon gäbe.
So ähnlich macht der Herr es auch mit uns: Er gibt uns jeden Tag ein wenig mehr, um uns zu prüfen und zu testen und um unsere Widerstandskraft und geistige Stärke aufzubauen. Er impft uns jeden Tag mit ein wenig mehr Serum der Opfer, Prüfungen, Schwierigkeiten und Anfechtungen.
Er versucht, dich jeden Tag stärker zu machen, damit du etwas mehr von Herzen geben kannst, ein wenig mehr zu opfern bereit bist, noch etwas mehr Leiden verträgst, noch etwas entschlossener kämpfst und geistig ein bisschen mehr wächst.
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Dein Leiden soll in dir zu einer Kraftquelle werden und dich dazu befähigen, anderen Kraft zu schenken.
* * *
»Auch wenn ich viel durchstehen muss, gibt Er mir immer wieder Mut. Darum kann ich auch anderen Mut machen, die Ähnliches durchstehen müssen. Ich kann sie ermutigen so wie Gott mich selbst ermutigt hat.« (2. Korinther 1:4,5)
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