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Titel: "Lese-Ecke": Deine geistige Nahrung - täglich frisch serviert.

BERÜHRT VON DES MEISTERS HAND

Grafik: Meister der GeigeVon Myra Brooks-Welch

Sie war staubig alt und abgenutzt,
kaum wert des Versteigerers Zeit –
Die alte Geige auf dem Tisch,
fast tat sie ihm schon leid.

Mit einem Lächeln hob er sie auf
und rief: »Was gebt ihr mir dafür?
Wer bietet zuerst? Ein Taler, zwei,
jetzt drei! Wer gibt mir vier?«

»Drei Taler zum Ersten, zum Zweiten, nur drei?
Verkauft für drei...?« Doch dann
kam aus der hintersten Ecke des Raums,
ein silberhaariger Mann!

Er nahm die Geige und stimmte sie schnell –
Musik füllte plötzlich den Raum!
Der Reichtum der Töne ergreifend und schön,
den Leuten erschien's wie ein Traum.

Das Lied ging zu Ende, die Menge gebannt,
der Versteigerer stieg aufs Podest,
Und fragte: »Was bringt die Geige denn jetzt?«
seine Stimme entschlossen und fest.

Er schrie: »Eintausend, wer gibt mir zwei?
Zweitausend, warum nicht drei?
Dreitausend zum Ersten, zum Zweiten, nicht mehr?
Für Dreitausend verkauft – und vorbei!«

Nun über dem Jubel wurden Stimmen laut,
»Warum haben wir den Wert so verkannt?«
»Die Geige«, so kam die Antwort dann,
»war berührt von des Meisters Hand!«

Vielen Seelen geht's wie's der Geige ging,
von Schicksal und Elend vernarbt,
Werden sie billig versteigert, fast ohne Wert,
auf des Lebens gleichgültigem Markt.

Doch der Meister kommt und von der törichten Schar,
versteht's keiner im ganzen Land,
Dass eine Seele wertvoller wird,
wenn berührt von des Meisters Hand!

Oh Meister, ich bin wie die wertlose Geige!
Bitte, leg Deine Hände auf mich!
Forme mich neu und schreib mir ins Herz
eine Melodie, Herr, nur für Dich!

* * *

Dr. Hubert Davidson besuchte die berühmte Dichterin Myra Brooks Welch, am ehesten bekannt durch ihr meisterhaftes Gedicht »Berührt von des Meisters Hand«. Als er sich zum Gehen wandte, tätschelte sie die Armlehne ihres Rollstuhls und sagte: »Und ich danke Gott für das hier!« Man stelle sich vor: dankbar sein für einen Rollstuhl! Doch ihre dichterische Gabe blieb vor ihren Tagen im Rollstuhl unentdeckt. Anstatt bitter zu werden, entschloss sie sich, ihre Behinderung sie besser machen zu lassen, und dadurch öffneten sich ihr neue Türen und ein wunderbarer Dienst am Mitmenschen.

* * *

Die besondere Schönheit

Ein Leben muss nicht glorreich sein, um schön zu sein. Es mag ebenso viel Schönheit in einem unscheinbaren Blümchen sein wie in einem erhabenen Baum, in einem winzigen Edelstein wie einem hochkarätigen Juwel. Ein Leben mag wunderschön sein, und ist in den Augen der Welt dennoch unbedeutend. Ein schönes Leben hat, wer seinen Auftrag in dieser Welt erfüllt; er tut, wozu Gott ihn erschaffen und wozu Er ihn bestimmt hat. Solche mit bloß durchschnittlichen Gaben sind in Gefahr zu denken, dass sie kein bedeutungsvolles Leben führen und in dieser Welt kein Segen sein können. Doch ein scheinbar unbedeutendes Leben, das seine Aufgabe gut erfüllt, hat in Gottes Augen eine besondere Schönheit.

– Mrs.Charles Cowman

* * *

Georg Friedrich Händel

Der große Komponist Georg Friedrich Händel war bettlägerig; seine rechte Körperhälfte war gelähmt. Das Geld war ihm ausgegangen und seine Gläubiger drohten ihm mit Gefängnis. Händel war durch seine tragischen Erfahrungen so entmutigt worden, dass er fast verzweifelte und beinahe seinen Glauben verlor. Er schaffte es jedoch, durch die schwere Prüfung hindurchzukommen und komponierte sein größtes Werk, den »Halleluja-Chorus«, der Höhepunkt des meisterhaften »Messias«.

Der Apostel Johannes schrieb: »Dies ist die Siegesmacht, welche die Welt überwunden hat: unser Glaube.« (1.Johannes 5:4)

* * *

Wahre Größe findet sich nicht in Besitz, Macht, Rang oder Prestige. Sie wird entdeckt in Güte, Demut, Dienst und Charakterstärke.

Gott benutzt niemanden, der denkt, er sei jemand. Er benutzt nur »Niemande« und »Nichtse«, aus denen er etwas macht.

* * *

Die Polypen

Die Polypen (Hydra), welche die Korallenriffe bauen, arbeiten tief unter Wasser, nichtsahnend, dass sie das Fundament für eine neue Insel legen, auf der über kurz oder lang Tiere leben und Gottes Kinder das Licht der Welt erblicken werden.

Falls deine Position in Gottes Reihen unbekannt und unbeachtet ist, beklage dich nicht und trachte nicht danach, Gottes Willen zu entkommen, wenn Er dich dorthin gestellt hat; denn ohne die Polypen würden die Korallenriffe nie gebaut werden, und Gott braucht einige, die gewillt sind, geistige Polypen zu sein: von der Öffentlichkeit unbemerkt hart zu arbeiten, jedoch wohlbeachtet von des Himmels Augen und unterstützt vom Heiligen Geist.

Der Tag wird kommen, wenn Jesus die Belohnungen aushändigen wird. Und Er wird dabei keine Fehler machen, obwohl sich einige Leute vielleicht wundern werden, warum du eine so großartige Belohnung verdienst, da man von dir noch nie etwas gehört hat.

* * *

Er erhöht die Niedrigen

Ist dir je aufgefallen, dass nur Vögel von kleinerem Wuchs singen? Du hast zeitlebends noch keine Note vom Adler gehört – noch vom Truthahn oder vom Straußenvogel. Doch hört man hat viel vom Kanarienvogel, dem Zaunkönig und der Lerche. Die süßeste Musik stammt von den Christen, die in ihren eigenen Augen und vor dem Herrn klein sind. »Er erhöht die Niedrigen.« (Lukas 1:52

Du bist Gottes Chance für deine Generation! Er hat Jahrtausende auf eine Person genau wie dich gewartet. Wenn du Ihn zurückweist, dann verliert Gott Seine Gelegenheit, die Er durch dich gesucht hat, und Er wird keine andere Möglichkeit mehr haben, dich zu benutzen. Denn es wird auf Erden nie mehr eine andere Person geben, die genauso ist wie du.

* * *

Mein Bruder, bring ruhig dem Herrn deine Gaben
Er nimmt sie und braucht auch kein'n andren mehr fragen
Denn du genügst deinem Gott!
Er wird Seinen stärkenden Segen dir schenken
Ihr beide zusammen dann werdet es lenken
Ja, du – zusammen mit Gott!

– R.E. Neighbour

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