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DIE ZUKUNFT VORAUSGESAGT

Von Michael Roy


KAPITEL 5: »UNSER
GEPLAGTER PLANET!«


»Und es werden Seuchen sein ...«

Genauso wie bei den Plagen der Kriege und des Hungers, so ist die Heftigkeit und Regelmäßigkeit, mit der Seuchen anhaltend auftreten, alarmierend.

Im letzten Jahrhundert rief der Berufsstand der Ärzte verfrüht den Sieg über eine große Anzahl bakterieller und viraler Killer aus. 1969 erklärte der Vorsitzende des US-Gesundheitsdepartements William Stewart: »Das Kapitel der ansteckenden Krankheiten kann abgeschlossen werden.«

Noch 1983, beschrieb ein medizinisches Textbuch Infektionskrankheiten »als viel leichter zu verhüten und wesentlich einfacher zu heilen«, als jede andere Krankheitsgruppe.

Doch anstatt nachzulassen, ist die Anzahl der Fälle ansteckender Krankheiten in den neunziger Jahren dramatisch angestiegen. Dr. Sherwin Nuland, beklagt in seinem Bestseller 'Wie wir sterben, 21 Leiden': »Der von der Medizin behauptete Sieg über Ansteckungskrankheiten hat sich als Illusion herausgestellt. Ärzte warnen bereits, dass das gegenwärtige Wiederauftreten von medikamentenresistenten Bakterienstämmen sich als tödlicher erweisen könnte als AIDS. Brad Evenson schreibt:

»Bakterien, die gegen Antibiotika widerstandsfähig sind, töten jährlich mehr als 40'000 Nordamerikaner und die Zahl wird steigen, es sei denn die so genannten Superbakterien werden unter Kontrolle gebracht«, wie in seiner aktuellen Buchveröffentlichung gewarnt wird.

Das Buch 'Die Mörder im Inneren' zeichnet den rasanten Anstieg der widerstandsfähigen Infektionen auf, die mit einigen Fällen am Ende der Achtziger ihren Anfang nahmen und gegenwärtig unkontrolliert in die Höhe schnellen. Die Bakterien, die einst mit gängigen Antibiotika mühelos zerstört werden konnten, können die Haut zersetzen, die Lungen verstopfen und im Gewebe Abszesse von der Größe eines Golfballes bilden.

»Die bösartigen Bazillen werden stärker und das in einem höheren Tempo,« sagt Mitverfasser Mark Plotkin, ein Ethnobotaniker* des Smithsonian Instituts [und zitiert damit den Mikrobiologen Barry Kreiswirth vom Public Health Research Institute in New York City] {*Die Ethnobotanik ist eine Wissenschaft, deren Untersuchungsgebiet der Überschneidungsbereich von Ethnologie und Botanik ist. Der Ethnobotaniker studiert die wechselseitigen Beziehungen zwischen Menschen und Pflanzen.- Wikipedia}

Während der West-Nil-Virus gegenwärtig für Schlagzeilen sorgt – mittlerweile raffte er über 100 Menschen dahin – schätzt das U.S. Zentrum für Krankheitskontrolle und Verhütung, dass 44'000 Menschen in Nordamerika jährlich an Bakterien sterben, die Medikamentenresistent sind.

Einige Experten sind der Meinung, dass die Zahl der Fälle höher liegt. Die Epidemie findet zu einem Zeitpunkt statt, an dem die pharmazeutischen Firmen ihre Forschung auf dem Gebiet der Antibiotika fast gänzlich eingestellt haben.


Der antibiotische Rückschlag

Warum plötzlich das Wiederauftauchen solcher Krankheiten, die einst als dezimiert oder fast eliminiert galten? Ironischerweise behaupten die Experten, es liege an dem weit verbreiteten Missbrauch jener Arzneien, die dafür entwickelt wurden, selbige Bakterien zu beseitigen und nun für die Super-Bakterienstämme verantwortlich sind.

Kritiker beklagen die »B-52 Bomber Methode« von Ärzten, die ihre Patienten mit einer Serie von Breitbandspektrum Antibiotika bombardieren, obwohl sich oftmals nicht sicher, was die eigentliche Krankheitsursache ist. Die Experten vermuten ebenfalls, dass die breite Anwendung von Antibiotika in Tiernahrung zur Resistenz der Bakterien beiträgt.


Die viralen Killer

Aus Kreisen der Mediziner kommt jetzt die Warnung, dass nicht nur bakterielle Plagen zunehmen, sondern Killerviren wie AIDS und Ebola öfter auftreten als je zuvor. Der weltweite Ausbruch des SARS-Virus konnte uns Klarheit darüber verschaffen, wie verletzbar wir doch sind. Dennoch könnte die Grippebedrohung vielleicht die gefährlichste von allen sein.

Wissenschaftler haben entdeckt, dass es dem Grippevirus gelungen ist, die Fähigkeit zu entwickeln, die wichtigste Verteidigung des menschlichen Körpers zu umgehen – und hat somit die Aussicht auf einen tödlichen neuen globalen Ausbruch geschaffen.

Als vor fünf Jahren das Virus ein Drittel seiner Opfer tötete, haben Untersuchungen des Ausbruchs ergeben, dass es dem verantwortlichen Stamm gelungen ist, die erste und entscheidende Immunreaktion auf die Infektion völlig zu umgehen.

Dr. Klaus Stohr, Leiter des globalen Grippeprogramms der Weltgesundheitsorganisation bezeichnete den Ausbruch von 1997 als »die letzte Warnung der Natur« an die Welt, sich auf eine Grippe-Epidemie ähnlich der von 1918 vorzubereiten, bei der 50 Millionen Menschen starben.

»Die letzte Epidemie ereignete sich vor 34 Jahren, doch durchschnittlich fanden Epidemien in der Vergangenheit in Zeitabständen von 28 Jahren statt. Wir tappen im Dunklen – die Frage ist hier nur noch, wann es passieren wird.«


Die AIDS-Explosion

So wie AIDS seine weltweite Zerstörung fortsetzt, so haben auch die Statistiken schwindelerregende Ausmaße angenommen. UNAIDS, das gemeinsame Programm der Vereinten Nationen gegen HIV/AIDS veröffentlichte in seinem »Aids Epidemie Report« vom Dezember 2002, dass im selben Jahr 5 Millionen neue HIV Infektionen aufgetreten sind. 2002 starben 3.1Millionen Menschen an AIDS, und brachten damit die Gesamtzahl der mit AIDS im Zusammenhang stehenden Todesfälle auf fast 25 Millionen. Gegen Ende 2002 hatten insgesamt über 42 Millionen Menschen HIV/AIDS.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erläutert: »Weltweit liegt die tägliche Zahl der HIV-Neuinfizierungen bei nahezu 14000 Menschen und die Tendenz der Epidemie ist steigend.«

Abgesehen von den schon erwähnten Seuchen ist Krebs – obwohl nicht ansteckend oder übertragbar – eine weitere signifikante Plage. Wissenschaftler schätzen, dass über 80% der Krebserkrankungen durch Umweltfaktoren hervorgerufen werden, wie Zigarettenqualm (aktiv und passive eingeatmet) und die Aufnahme schädlicher Chemikalien über unsere modernen Nahrungsmitteln und der Wasserversorgung. Über 100 diverse Krebserkrankungen töten gegenwärtig jährlich über 6 Millionen Menschen. Ein dramatischer Anstieg bei tödlichem Hautkrebs, Melanom, wird der Verdünnung der Ozonschicht zugeschrieben, die den größten Teil der ultravioletten Strahlen der Sonne abblockt.

Jesus sagte, dass eine Übermenge an Seuchen und Krankheiten den Zeitpunkt seiner Rückkehr kennzeichnen wird. Auch wenn diese Plagen in der Zukunft verbreitet zunehmen werden, verspricht uns die Bibel, dass Gott all jene beschützen und sogar heilen kann, die ihm vertrauen: »Dir begegnet kein Unheil, kein Unglück naht deinem Zelt« (Psalm 91:10). »Für euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, wird die Sonne der Gerechtigkeit aufgehen und ihre Flügel bringen Heilung« (Maleachi 3:20).



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