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Die Krise im Nahen Osten
EINER DER HAUPTSTREITPUNKTE im israelisch-palästinensischen Konflikt ist ein Hügel in Jerusalem die Juden nennen ihn Tempelberg, die Muslime Al-Halam al-Sharif oder »Großes Heiligtum«. Für die ersteren ist diese Stätte heilig, da hier vormals der zweite Jüdische Tempel seinen Standort hatte, der im Jahre 70 n. Chr. von den Römern zerstört, danach aber nie wieder aufgebaut wurde. Dieser Ort ist auch eine der drei wichtigsten heiligen Stätten des Islam. Das moderne Al-Halam al-Sharif dehnt sich über 14 Hektar aus und umfasst damit fast ein Sechstel des innerhalb der Stadtmauern liegenden Alt-Jerusalems. Am südlichsten Ende befindet sich die Al-Aksa-Moschee und im Zentrum findet man eine kleinere moslemische Gedenkstätte, die Felsendom-Moschee. Die islamische Welt betrachtet den gesamten Bereich als äußerst heilig. Die Souveränität dieser Stätten und der Status Jerusalems sind die zwei größten Hindernisse auf dem Weg zu andauerndem Frieden in der Region. Der jüngste Beweis dafür ist wie der Tempelbergbesuch vom damaligen Oppositionsführer Ariel Sharon im September 2000 in Begleitung Hunderter israelischer Soldaten und von Spezialeinheiten die schlimmste Folge von Aufständen und Konfrontationen zwischen Israelis und Palästinensern seit über einem Jahrzehnt auslöste. Was sich in Jerusalem abspielen wird insbesondere auf dem Tempelberg ist auch das Thema mehrerer Bibelprophezeiungen, welche zentrale Bedeutung für die heutige Zeit haben. Um die aktuellen Ereignisse zu verstehen und was als nächstes zu erwarten ist, ist es wichtig, jene Prophezeiungen zu verstehen, die im besonderen den Tempelberg betreffen. Die Prophezeiungen Als Jesus Seinen Jüngern erklärte, welche Zeichen Seiner Wiederkehr vorausgehen würden, bezog Er sich auf eine alttestamentarische Prophezeiung im Buch Daniel, die über 500 Jahre vorher niedergeschrieben wurde: »Seht ihr nun den Gräuel der Verwüstung an heiliger Stätte stehn, wovon Daniel, der Prophet, geredet hat... es wird dann eine große Trübsal sein, wie noch keine gewesen ist, vom Anfang der Welt bis heute, und wie auch keine wiederkommen wird.« (Matthäus 24:15,21 - Alb.) Jesus bezog sich hierbei auf folgende Prophezeiung: »Da werden dann Truppen von ihm (entsandt) dastehen und das Heiligtum, die Burg entweihen; das tägliche Opfer werden sie abschaffen und den Gräuel der Verwüstung aufstellen.« (Daniel 11:31 - Mg.
Offensichtlich werden ganz bestimmte Ereignisse erst noch eintreten müssen, bevor diese Prophezeiungen erfüllt werden können: Die Juden haben Gott keine Tieropfer mehr dargebracht seit der Tempel das letzte Mal im Jahre 70 n. Chr. zerstört wurde, und der für sie einzig denkbare Ort dafür ist der Tempelberg in Jerusalem genaugenommen jene Stätte, die gegenwärtig vom moslemischen Felsendom eingenommen wird. Bevor der Antichrist das tägliche Opfer verbieten kann, muss es vorher wiederaufgenommen worden sein. Bis das geschehen kann, muss es einen jüdischen Tempel geben. Und damit der Tempel wiederaufgebaut werden kann, muss etwas weichen oder jemand nachgeben. Entweder wird in der Folge der Felsendom abgerissen, oder die Juden erklären sich damit einverstanden, den Tempel an einer anderen Stelle des Tempelbergs aufzurichten. Da beide Seiten es ablehnen, in der Frage der Souveränität der Stätte nachzugeben, muss wohl ein politischer Supermann her, um eine Einigung auszuhandeln. Der Antichrist betritt die Weltbühne »Und er (der Antichrist) wird einen festen Bund mit der Volksmenge eine Jahrwoche (7 Jahre) lang schließen und während der Hälfte der Jahrwoche Schlacht- und Speisopfer abschaffen« (Daniel 9:27a - Mg.) Dieser 7-Jahres Vertrag wird in Daniel 11:28-31 derselbe Abschnitt auf den sich Jesus bezog auch als der »heilige Bund« beschrieben, denn es ist ein Vertrag religiöser Natur. Höchstwahrscheinlich handelt es sich hier um ein Abkommen zwischen dem Antichristen, den Juden, den Moslems und den Christen, in dem Jerusalem als internationale Stadt erklärt wird, mit garantiertem freien Zugang und gleichen Rechten für Gläubige aller Religionen. Die Juden werden endlich ihren Tempel errichten und den Opfergottesdienst wieder einführen können, und für dreieinhalb Jahre wird es relativ ruhig zugehen. Anscheinend wird der Antichrist Jerusalem als die Hauptstadt seiner Weltregierung erklären, denn die Bibel spricht davon, dass er seine Regierungsgeschäfte letztendlich vom jüdischen Tempel aus führen wird. (2. Thessalonicher 2:4) »...und (wird) während der Hälfte der Jahrwoche Schlacht- und Speisopfer abschaffen« (Daniel 9:27a - Mg.) Dann wird die Weltregierung an der »heiligen Stätte«, dem Tempelgebiet, ein »lebendiges« Bildnis (möglichweise eine Art Computer) des Antichristen aufrichten »Gräuel der Verwüstung« und von der ganzen Welt verlangen, entweder das Bildnis anzubeten oder mit dem Tod bestraft zu werden. (Offenbarung 13:14-15) »Lasst euch von niemand auf irgend eine Weise täuschen, denn zunächst [vor dem Tag des Herrn, der Wiederkunft von Jesus Christus] muss ja noch der Abfall eintreten und der Mensch der Gesetzlosigkeit [der Antichrist] erschienen sein, der Sohn des Verderbens, der Widersacher, der sich über alles erhöht (erhebt), was Gott oder rechtmäßige Gottesverehrung heißt, so dass er sich sogar in den Tempel Gottes setzt und sich für Gott ausgibt.« (2. Thessalonicher 2:3,4 - Mg.) Die Weltsituation besonders die Lage im Nahen Osten wird sich weiterhin verschärfen, und zwar bis zur Unterzeichnung des Bündnisses. Dann wird sich, unter dem falschen Messias, dem Antichristen, die Situation scheinbar für eine Weile verbessern. Aber eine wesentliche Verschlimmerung der Lage wird während der Großen Trübsal auf uns zukommen. Nach der Trübsal, wenn Jesus zurückkommen wird, um die Seinen zu erretten und zum Himmel zu heimzuholen, wird es all denen, die Jesus als ihren Retter angenommen haben, besser gehen wie nie zuvor. Und daran müssen wir uns festhalten, wenn die Zeiten schwieriger werden: nämlich am versprochenen Happy End!
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