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Presseartikel Januar/Juli 2004:
»RFID und EPC - Metro, Tesco
und Carrefour sind dabei«


DER RFID-CHIP UND »666«

Von Joseph Candel

Kannst du dir eine Welt vorstellen, in der jedes Geschäft, jedes Restaurant und jede Firma in der Lage ist, dich beim Eintritt zu identifizieren und deine Kleidung zu registrieren, inklusive dem Inhalt deiner Geldbörse? Science Fiction? – Nicht mehr lange! Ob du es glaubst oder nicht, schon bald könnte die RFID- (Radiofrequenz-Identifikation) Technologie dazu dienen, uns allesamt zu identifizieren, zu durchleuchten und aufzuspüren.

Eine RFID-»Etikette« bedient sich Radiofrequenzen um einen Code auszusenden, wobei die Etikette eindeutig identifiziert wird. Die Silikonchips, welche die RFID-Etiketten bergen – manche nicht größer als ein Salzkorn – sind klein genug, um sie in Kleidung, Rasierklingen, Bücher und sogar in Zahlmittel platzieren zu können.

Bei einem Abstand von fünfzehn Zentimeter bis zu einem Meter können RFID- Reader-Module die Signale der Etiketten empfangen. Globale Datenbanken werden Firmen ermöglichen, jegliche Koordinaten zu überwachen, von wo aus ein RFID-Signal gelesen wurde.

Wie genau ist es dem Transponder möglich, dich zu identifizieren? Bezahlst du z. B. mit einer Kreditkarte einen Pullover, könnte dein Name für immer mit diesem bestimmten Kleidungsstück verbunden sein.

Genau das ist es, was den Verfechtern des Datenschutzes Sorgen bereitet – die Leichtigkeit, mit der Firmen die Etiketten lesen, erfassen und über sie Buch führen können. Der Verbraucher wird identifiziert, und noch lange, nach dem die mit RFID-Etiketten versehene Ware das Geschäft verlassen hat, kann ein Profil des Käufers erstellt werden. Verfechter der Privatsphäre und Verbraucherschützer behaupten, die Technologie, die dafür entwickelt wurde, den Weg der Kleidungsstücke auf kurze Distanz zu verfolgen, könne sehr leicht dahin gehend angepasst werden, Menschen zu beobachten und sie zu überwachen, genauso wie gegenwärtig Programm-»Cookies« die Gewohnheiten des Computernutzers online festhalten.

Mit wenig öffentlichem Trara wird diese neue Technologie in großem Maßstab in Umlauf gebracht. Alien Technology, ein RFID-Etiketten Hersteller, schätzt, in drei Jahren zehn Billionen Etiketten pro Jahr verkauft zu haben, und dass die Kosten für eine einzige Etikette unter 0,05 US$ fallen werden – kostengünstig genug, um wohl die meisten Waren damit zu versehen. Wal-Mart, der weltgrößte Wiederverkäufer, hat seine Zulieferer verpflichtet, bis 2005 die RFID-Etikette für all seine Produkte einzuführen, und von vielen weiteren großen Zulieferern wird erwartet, Wal-Marts Führungsposition zu folgen.

Eine weitere Technologie auf die man ein aufmerksames Auge werfen sollte, ist der neue Electronic Product Code (EPC). Als neue Generation des Produkt Codierung Systems hochgelobt, könnte EPC eines Tages mithilfe eines Mikrochips den Strichcode (Universal Product Code, oder UPC) ersetzen, der sich auf den meisten heutigen Waren befindet.

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»Verfechter der Privatsphäre und Verbraucherschützer behaupten, die Technologie, die dafür entwickelt wurde, den Weg der Kleidungsstücke auf kurze Distanz zu verfolgen, könne sehr leicht dahin gehend angepasst werden, Menschen zu beobachten und sie zu überwachen!«
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Während Strichcodes nur Warengruppen identifizieren, ist EPC dahingehend angefertigt, eine eindeutige Seriennummer für jedes Element innerhalb des Systems zu liefern. Zum Beispiel besitzen alle Coca-Cola-Dosen, die in einer bestimmten Abfüllniederlassung oder innerhalb eines bestimmten Landes hergestellt wurden, denselben Strichcode. Mit dem EPC hätte jede einzelne Flasche oder Dose ihre eigene Identifizierungsnummer. Das erscheint unmöglich? Der EPC ist auf eine 96 Bit Struktur aufgebaut, die groß genug ist, einen individuellen Code für jedes einzelne Reiskorn auf diesem Planeten zu erstellen.

Vom Standpunkt der Wiederverkäufer und Hersteller könnte ein individueller Produktcode dabei helfen, Diebstahl zu verringern, Imitations-Produkte zu verhindern und den Inventurprozess zu vereinfachen.

Der Electronic Product Code ist so konzipiert worden, dass er mit einer Datenbank verlinkt werden kann, die bei weitem mehr Information über ein bestimmtes Produkt speichern kann, als wie es mit dem gegenwärtigen Strichcodesystem möglich ist. Zusätzlich zu der eigentlichen Information, die durch den Strichcode vorgegeben ist – Gegenstand, Preis und Hersteller – könnte der EPC mit Informationen über den Käufer und Aufenthaltsort des Gegenstands verlinkt werden, basiert auf einem komplexen System von Mikrochip-Etiketten und Reader-Modulen, die via Radiofrequenzen (RFID) miteinander kommunizieren.

Ideal sind RFID-Etiketten nicht nur für Waren in den Regalen der Supermärkte und Einkaufszentren. Applied Digital Solutions (ADS) in Palm Beach, Florida, hofft darauf, Amerikaner dazu überreden zu können, sich einen RFID-Chip unter ihre Haut pflanzen zu lassen, um sich verifizieren zu können, wenn sie in bar oder mit einer Kreditkarte bezahlen wollen. Der chirurgische Eingriff, der unter Lokalanästhesie stattfindet, bettet eine 12 mal 2 Millimeter große RFID-Etikette in das Gewebe des menschlichen Armes ein. ADS veranstaltete sogar eine extra Werbekampagne, in der sie die Amerikaner dazu drängte, sich »verChipen« zu lassen. Den ersten 100.000, die sich dazu bereit erklärten, winkte ein Preisnachlass von 50 US$.

Und warum sollte man sich nicht auch »verChipen« lassen? Dann könnte man einfach ein Geschäft betreten, sich das nehmen, was man möchte, beim Herausgehen am Reader-Modul vorbei schlendern, und der Warenwert würde automatisch von deinem Kreditkonto abgebucht werden. Nicht nur das, sondern all die Informationen bezüglich deines Kaufes würden dem Hersteller zur Verfügung gestellt, dem nichts lieber wäre, als dir besondere Angebote für deine zukünftigen Einkäufe anzubieten oder dich mit seinen Produkten zu vereinbarten Zeiten auszustatten und die Kosten mit dir automatisch zu verrechnen.

Dieses neue System würde auch dem Laden- und anderen Formen des Diebstahls und Betruges ein Ende bereiten, es gäbe kein Geld oder Kreditkarten mehr, die man stehlen könnte und jeder Gegenstand wäre mit seinem rechtmäßigen Eigentümer verlinkt. Es gäbe bei weitem weniger Straftäter und Drogenhändler (wiederum als Resultat auf die Abschaffung des Bargeldes) und der Gesellschaft ginge es viel besser – Oder auch nicht?! Dieser Technologie scheint ja nicht unbedingt etwas ruchloses anzuhaften – ganz im Gegenteil – aber wie steht es mit dem Potential, anhand dieses Systems alle unsere körperlichen und finanziellen Bewegungen zu überwachen?

Die »Neue Technologie« bereitet die Massen vor und es wird nicht mehr lange dauern, bis die Mutter aller Siliconchips bereit für ihr Debüt ist – das Zeichen des Tieres, wie es in der Bibel angekündigt wird. »Dieses Tier [der falsche Prophet, der eine Spitzenposition in der Regierung des Antichristen einnehmen wird] hatte alle Menschen in seiner Gewalt: Hohe und Niedrige, Reiche und Arme, Sklaven und Freie. Sie mussten sich ein Zeichen auf ihre rechte Hand oder ihre Stirn geben lassen. Nur wer dieses Zeichen hatte, konnte kaufen oder verkaufen. Das Zeichen bestand aus dem Namen des ersten Tieres oder der Zahl für diesen Namen. Hier braucht es Weisheit! Wer Verstand hat, kann herausfinden, was die Zahl des Tieres bedeutet, denn sie steht für den Namen eines Menschen. Es ist die Zahl sechshundertsechsundsechzig!« (Offenbarung 13:16-18).

Wird dann letztendlich das Zeichen des Tieres eingeführt, lass dich nicht dazu verleiten, es anzunehmen!


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