Die Zeichen der Zeit

Tolkiens Fantasy-Saga: Eine Allegorie auf die gegenwärtige, scheinbar ausweglose Weltlage?

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Die Welt durchlebt einen Wandel:
Ich fühle es im Wasser,
Ich fühle es in der Erde,
Ich rieche es in der Luft.
- J.R.R. Tolkien



n seiner epischen Fantasytrilogie Der Herr der Ringe versetzt uns J.R.R. Tolkien ins Reich Mittelerde, wo die bösen Kräfte von Sauron, des Herrschers über Mordor, große Dunkelheit über das Land gebracht haben. Obwohl die Parallelen zur kriegserfüllten Welt von heute offensichtlich sind, wurde viel darüber debattiert, ob Der Herr der Ringe wirklich als *Allegorie geschrieben wurde. Tolkien selber erklärte anfangs entschieden, dass er »Allegorien in allen ihren Formen ablehne«. Später schrieb er allerdings: »Natürlich, Allegorie und die Geschichte laufen ineinander über und treffen sich irgendwo in der Wahrheit.« Was ist aber die »Wahrheit«, die uns Tolkiens Geschichte vermittelt? Ist Der Herr der Ringe eine prophetische Vision der gegenwärtigen stürmischen Zeit, in der uns Krieg, Gewalt, Gier, Hass und Zerstörung in Dunkelheit zu stürzen drohen? (*Allegorie: Gleichnis, Sinnbild)

In jedem Zeitalter haben Propheten und Seher uns ein kataklysmisches Ende dieser Weltordnung vorausgesagt. Nostradamus beschrieb in seinen prophetischen Vierzeilern einen endgültigen »Antichristen« und einen feurigen und blutigen Großen Krieg: »Mit Feuer wird er ihre Stadt zerstören. Ein kaltes und grausames Herz. Blut wird fließen. Niemandem wird Gnade gewährt.« Die hebräischen Propheten Jesaja und Daniel sagten voraus, dass zur Zeit des Endes »eine Zeit so großer Trübsal sein wird, wie sie nie gewesen ist, seit es Menschen gibt, bis auf jene Zeit« und »Finsternis wird die Erde bedecken und Dunkelheit die Völker.« Jesus warnte Seine Jünger auch, dass in diesen letzten Tagen »sich ein Volk gegen das andere erheben wird und ein Reich gegen das andere, und es werden Hungernöte und Seuchen sein und Erbeben da und dort. Dies alles aber ist erst der Anfang der Nöte.«

Ein Ring, sie alle zu beherrschen; Ein Ring, sie zu finden; Ein Ring, sie alle herbeizuschaffen und in Dunkelheit zu fesseln; im Lande Mordor, wo die Schatten wohnen.

Viele Gelehrte der Prophetie stimmen darin überein, dass die Weltbühne mit großer Geschwindigkeit auf die endgültige Machtprobe zwischen den guten und den bösen Mächten vorbereitet wird. Im Buch der Offenbarung schaute der Prophet Johannes eine Vision, in der eine überirdische Kreatur aus den Tiefen aufstieg – ein Monster, das seine Macht von einem Drachen erhält, welcher die Mächte der Dunkelheit repräsentiert: »Ich sah ein Biest aus dem Meer heraufkommen... und der Drache gab ihm seine Kraft und seinen Thron und große Macht.« Gemäß unzähliger Bibelprophezeiungen personifiziert dieses Biest eine einflussreiche politische Figur, welche die Völker in einer einheitlichen Weltregierung vereint und Untertanentreue von allen Nationen verlangen wird. »Und die ganze Erde sah dem Tier staunend nach... sie beteten das Tier an und sagten: 'Wer ist dem Tier gleich, und wer vermag mit ihm Krieg zu führen?' ...und es wurde ihm Macht gegeben über alle Geschlechter und Völker und Sprachen und Nationen.«

»Ich wünschte, es hätte nicht während meiner Zeit passieren müssen«, sagte Frodo. »Das wünschte ich auch«, erwiderte Gandalf, »und genauso wünschen es sich all jene, die sich in solchen Zeiten wiederfinden. Aber es liegt nicht an ihnen, das zu entscheiden. Das Einzigste, wofür wir uns entscheiden müssen, ist, was wir mit der Zeit zu tun gedenken, die uns gegeben ist.«

Obwohl Der Herr der Ringe das unvorstellbar Böse beschreibt, ist die unterliegende Botschaft, dass es auch angesichts großer Dunkelheit noch Hoffnung gibt. Als Tolkien bezüglich Frodos kontinuierlichem Kampf, den Ring zu zerstören, gefragt wurde, antwortete er: »Dies scheint eher ein Gleichnis über die menschliche Rasse zu sein. Ich bin schon immer davon beeindruckt gewesen, dass wir hier dank der unnachgiebigen Courage, die unscheinbare Menschen gegenüber unüberwindbaren Schwierigkeiten aufbieten, immer überleben. ...Sie kämpfen einfach weiter, auf eine Art fast blindlings.« Bei so viel Dunkelheit sind wir versucht uns zu fragen, ob ein kleines Licht, ein wenig Gutes und ein bisschen Liebe denn noch etwas ausrichten können.

»Sam sah für eine gewisse Weile das Funkeln eines hellen Sterns. Dessen Schönheit traf ihn mitten ins Herz, als er über das gottverlassene Land hinwegschaute, und Hoffnung kehrte in ihm zurück. Wie ein Blitz, klar und kühl, durchfuhr ihn der Gedanke, dass die Schatten am Ende nur etwas Unbedeutendes und Vergängliches sein würden: jenseits von ihnen gab es ewigliches Licht und unbeschreibliche Schönheit, unerreichbar für die Dunkelheit.«

Diese Botschaft der Hoffnung für die Sanftmütigen, Schwachen, Kraftlosen und Unterdrückten spielt eine zentrale Rolle im Herr der Ringe und wurde auch von Jesus verkündet, als Er sagte: »Selig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Erdreich ererben. Selig sind die Friedensstifter, denn sie werden Gottes Kinder heißen.« Die Geburt von Jesus war keine Manifestation der Macht, sondern der Sanftmut. Sein Leben begann in einem bescheidenen Stall, Sein Vater war ein einfacher Tischler und Seine Jünger ungelernte Fischersleute. Er war als »Freund der Prostituierten« bekannt und wurde von den selbstgerechten religiösen Führern Seiner Tage als »von Dämonen besessener Bastard« bezeichnet. Schlussendlich kreuzigten sie Ihn, um der Weiterverbreitung Seiner Doktrin, die für das einflussreiche Machtgefüge ihres religiösen Etablissements eine Bedrohung darstellte, einen Riegel vorzuschieben.

»Dies ist die Stunde der Bewohner des Auenlandes, wenn sie sich von ihren friedlichen Fluren erheben und die Türme und den Rat der Großen erbeben lassen. Wer von all den Weisen hätte das voraussagen können?«

Die radikale Botschaft von Jesus, die in den Herzen der herrschenden Mächte Seiner Zeit eine enorme Furcht weckte, war eine Botschaft der Liebe – wahre Liebe, Liebe für Gott und den Nächsten – die größte Kraft des Universums, die letztendlich alles Böse besiegen wird. Weil die Menschen Gottes Liebe und Seine liebevollen Gesetze ablehnen, werden sie selbstsüchtig, kalt, bösartig und grausam. Das zeigt sich im unmenschlichen Verhalten gegenüber Mitmenschen, das in dieser müden Welt in der Form von Versklavung, Unterdrückung, Tyrannei, Ausbeutung und Krieg immer offensichtlicher wird. All diese Übel werden durch des Menschen Mangel an Liebe gegenüber Gott und seinen Mitmenschen verursacht. Sie werden durch die Ablehnung von Gottes Gesetzen der Liebe, des Glaubens, des Friedens und harmonischen Miteinanders mit Gott, dem Nächsten und der ganzen Schöpfung herbeigeführt.

»Die Welt steckt in der Tat voller Gefahren und in ihr finden sich viele dunkle Orte; aber dennoch gibt es immer noch viel Gutes. Und obwohl in vielen Landen die Liebe nun mit Trauer vermischt ist, wird das Gute wohl umso mehr zunehmen. Unter uns sind etliche, die da singen, dass die Schatten sich zurückziehen und Frieden wieder einkehren werde.«

Als Jesus brutal gekreuzigt wurde, schien es, as seien die Lichter in dieser Welt ausgegangen und Seine Botschaft der Liebe ausgelöscht worden. Aber Er hatte Seinen Jüngern versprochen, dass Sein Geist in ihnen weiterleben und das Licht Seiner Liebe durch sie weiterverbreitet werden würde. Er sagte auch voraus, dass Er eines Tages zurückkehren und das Böse, den Hass und all die üblen Werke des Herrschers der Dunkelheit besiegen und Gottes Königreich der Liebe auf Erden errichten würde. Und dieser Tag kommt bald! Gottes Geist der Liebe kann auch in deinem Herzen wohnen, du brauchst nur dieses einfache Gebet zu sprechen: »Lieber Jesus, Ich glaube dass Du der Sohn Gottes bist und dass Du für mich gestorben bist. Bitte vergib mir meine Sünden, komm' in mein Herz und gib mir Dein kostenloses Geschenk des ewigen Lebens. In Jesu Namen bete ich.«

Wir würden dir gerne weitere Informationen über die Zukunft schicken. Schreib einfach ein E-Mail unter: info@diefamilie.com
Wir freuen uns darauf!

Die kursiv gedruckten Texte sind dem Werk Der Herr der Ringe von J.R.R.Tolkien entnommen. Die angeführten Bibelverse sind: Dan.12:1-2, Jes.60:2; Mat.24:6-8; Offb.3:1-2,3,7 & Mat.5:5,9. Schwert-Illustration von Daniel Sky.

Photos: © 2002 Warner Bros./New Line Productions, Inc.

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