Die Endzeit!

Bibelprophezeiungen, so aktuell wie nie zuvor!


Daniel Kapitel 2

1.Teil


EINLEITUNG

Bereits erfüllte Bibelprophezeiung ist ein wunderbares, höchst interessantes Thema, dessen Studium den Glauben stärkt und inspiriert. Prophezeiungen, die Hunderte von Jahren im voraus niedergeschrieben und bis ins kleinste Detail eingetroffen sind, sollten dich zuversichtlich machen, dass sich die Voraussagen über unsere nahe Zukunft genauso klar, wortgetreu und unfehlbar erfüllen werden wie diese historischen, bereits eingetroffenen Prophezeiungen.

DER PROPHET DANIEL

Daniel wurde etwa im Jahre 620 v.Chr. geboren und war demnach bereits ein Teenager, als Nebukadnezar im Frühling des Jahres 605 v.Chr. Jerusalem zum erstenmal belagerte. Daniel wurde zusammen mit anderen Juden königlicher Abstammung nach Babylon verschleppt. (Daniel 1:1-3,6) Dort verbrachte er drei Jahre damit, »die Schrift und Sprache der Chaldäer zu erlernen«. (Dan.1:4) Er und seine drei Freunde wurden dann Ratgeber des Königs. (Dan.1:19-20; 2:13)

Daniel lebte mindestens 72 Jahre in Babylon. Er erlebte die Herrschaft Nebukadnezars von Anfang an, sowie die Regierungen von fünf weiteren babylonischen Königen, den Fall Babylons, das darauf folgende Persische Reich, die Herrschaft des Meders Darius und dann bis zum dritten Jahr die Herrschaft des Persers Cyrus (Kores). (Dan. 10:1)

DANIEL KAPITEL 2

Das zweite Kapitel im Buch Daniel ist der prägnanteste biblische Überblick über die Geschichte und Zukunft der Welt. Der prophetische Traum in diesem Kapitel beschreibt fünf der großen Weltreiche der Menschheitsgeschichte vom altertümlichen Babylon bis zum letzten Weltreich, dem des Antichristen, welches dann vom Königreich Gottes zerstört wird. Ursprünglich hatte der Herrscher Nebukadnezar diesen Traum, welcher ihm dann von Daniel gedeutet wurde. Deshalb beginnt diese Prophezeiung mit dem König von Babylon und seiner grossen Weltregierung und schließt nicht die vorangegangenen Reiche Ägypten und Assyrien ein, die zur Zeit dieses Traumes bereits untergegangen waren.

1. Im zweiten Jahr der Regierung Nebukadnezars hatte Nebudnezar einen Traum, der ihn so beunruhigte, dass der Schlaf von ihm wich. Das zweite Jahr seiner Herrschaft war um 603 v.Chr.

2. Da befahl der König, die Zeichendeuter und Weisen, die Zauberer und Chaldäer (Wahrsager) zusammenzurufen, damit sie ihm seine Träume kundtäten. Und sie kamen und traten vor den König.

3. Und der König sprach zu ihnen: »Ich habe einen Traum gehabt, und nun bin ich beunruhigt, da ich den Traum wissen möchte.»

4. Da sprachen die Chaldäer zu dem König auf aramäisch: »O König, lebe ewiglich! Erzähle deinen Knechten den Traum, so wollen wir die Deutung sagen.«

5. Der König antwortete und sprach zu den Wahrsagern: »Er ist mir entfallen. – Das Wort ist meinerseits fest (ich habe unwiderruflich erlassen): Wenn ihr mir den Traum nicht kundtun werdet mit seiner Deutung, so sollt ihr in Stücke gehauen und eure Häuser zu Trümmerhaufen gemacht werden.«

Der König hatte also einen Traum, und er erinnerte sich nicht einmal mehr an seinen Traum; er wußte nur, daß es ein sehr bedeutender Traum gewesen war.

13. Und der Befehl ging aus, dass man die Weisen töten sollte; und man suchte Daniel und seine Gefährten, um sie zu töten. Zu der Zeit, als dieser Befehl ausging, war Gottes Prophet Daniel ein Gefangener in Babylon und diente mit einigen anderen Juden als einer der Weisen des Königs. (Siehe Verse 25 & 48.)

16. Da ging Daniel hinein und bat den König, ihm eine Frist zu gewähren, so solle er dem König die Deutung sagen.

17. Hierauf ging Daniel in sein Haus und teilte seinen Gefährten Hanania, Misael und Asarja die Sache mit,

18. damit sie den Gott des Himmels um Barmherzigkeit anflehten wegen dieses Geheimnisses und Daniel und seine Gefährten nicht samt den anderen Weisen von Babel umkämen.

Stell dir vor, wie verzweifelt Daniel gebetet und Gott angerufen haben muß! Was sollte er tun? Er wußte die Antwort nicht! VVie konnte er nur dem König diesen Traum erzählen und ihn auch noch deuten, wenn er den Traum nicht einmal wusste? Also betete er!

19. Hierauf wurde Daniel das Geheimnis in einem Gesicht (einer Vision) in der Nacht offenbart, und Daniel pries den Gott des Himmels.

24. Daraufhin ging Daniel zu Arjoch hinein, den der König damit beauftragt hatte, die Weisen von Babel umzubringen, und sprach zu ihm: »Bringe die Weisen zu Babel nicht um! Führe mich hinein vor den König, und ich werde dem König die Deutung sagen!«

25. Arjoch brachte Daniel eilends hinein vor den König und sprach so zu ihm: »Ich habe einen Mann unter den Gefangenen aus Juda gefunden, der dem König die Deutung kundtun wird.«

26. Der König antwortete und sprach zu Daniel: »Bist du imstande, mir den Traum, den ich gesehen habe, und seine Deutung kundzutun?«

27. Daniel antwortete vor dem König und sprach: »Das Geheimnis, das der König verlangt, vermögen die Gelehrten, Magier, Wahrsager oder Sterndeuter dem König nicht zu sagen.

28a. Aber es ist ein Gott im Himmel, der Geheimnisse offenbart, und Er hat König Nebukadnezar kundgetan, was es ist, das in den den letzten Tagen geschehen soll.«

Nur Gott konnte Seinem Propheten den Traum des Königs und dessen Deutung offenbaren, und Daniel vergaß nicht, Gott die ganze Anerkennung und Ehre dafür zu geben.

30. »Mir aber ist dieses Geheimnis offenbart worden, nicht durch Weisheit, die in mir mehr wäre als in allen Lebenden, sondern darum, dass dem König die Deutung angezeigt würde und du deines Herzens Gedanken erführest.

31. Du, König, schautest, und siehe, ein großes Bildnis. Dieses Bildnis war gewaltig und sein Glanz außerordentlich; es stand vor dir und sein Aussehen war schrecklich (furchterregend).«

Hiermit beginnt nun die Beschreibung eines der erstaunlichsten prophetischen Träume, der je einem Menschen gegeben wurde! In dieser verblüffenden Vision symbolisiert jeder der verschiedenen Körperteile dieses »großen, glänzenden und schrecklichen Bildnisses« ein anderes Weltreich.

32. »Dieses Bildnis nun hatte ein Haupt von feinem Gold, Brust und Arme von Silber, sein Bauch und seine Lenden waren von Bronze.

33. Seine Beine von Eisen, seine Füße teils von Eisen und teils von Ton.«

Hier können wir sehen, dass alle wichtigen Körperteile dieser Statue aus unterschiedlichem Metall waren. (Siehe Deutungen in Versen 38 bis 43: »Haupt aus Gold« – Vers 38. »Brust und Arme aus Silber« – Vers 39. »Bauch und Lenden aus Bronze« – Vers 39. »Beine aus Eisen« – Vers 40. »Füße teils von Eisen und teils vonTon« – Interpretation in Vers 41-43.)

34. Du schautest, bis ein Stein ohne Zutun von Menschenhand herabgerissen wurde; der schlug das Bild an seinen Füßen aus Eisen und Ton und zermalmte sie.«

Dieser Stein war nicht ein Teil des Bildes, sondern war »vom Berg herabgerissen« (Vers 45 – siehe Deutung in Vers 44) Dieser große Stein schlug das Standbild in die Füße – genau gesagt, die Zehen der Füße. Der Stein traf das Bildnis deshalb an den Zehen, und nicht am Haupt, weil Gott uns zeigen wollte, wann die Königreiche des Menschen zerstört werden, nämlich in den Tagen der Zehen.

35. »Da wurden das Eisen, der Ton, die Bronze, das Silber und das Gold zugleich zermalmt und wurden wie die Spreu der Sommertennen; und der Wind trug sie hinweg, so dass keine Spur von ihnen zu finden war. Und der Stein, der das Bildnis schlug, wurde zu einem großen Berg und erfüllte die ganze Erde.«

In den Tagen dieser zehn Zehen wird der Stein das Bildnis zerschlagen, und es wird zu Staub zermalmt – »wie Spreu« werden. Dies wird der letzte, große »Sandsturm« der Welt sein, wenn Gott dieses Bildnis zerstören und in alle Winde verwehen wird! (Siehe Deutung in Vers 44 & 45.)

36. »Das ist der Traum. Nun wollen wir vor dem König seine Deutung sagen.

37. Du oh König, bist ein König aller [irdischen] Könige, dem der Gott des Himmels Königreich, Macht, Stärke und Ehre verliehen hat,

38. Und alles (Land), wo Menschenkinder, dazu die Tiere des Feldes und die Vögel des Himmels wohnen, hat Er in deine Hand gegeben und dich zum Herrscher über sie alle gemacht. Du bist das goldene Haupt.

Im Altertum war das große Königreich Babylon als »die goldene Stadt« bekannt. Dessen großer König Nebukadnezar wird in Gottes Wort als das goldene Haupt dargestellt, was bedeutet, dass er der beste, erste und wichtigste Teil des Bildnisses war.

Nebukadnezars Reich war das Beste von all diesen, denn er ließ Gott als »Gott der Götter« ausrufen (siehe Vers 47) und befahl all seinen Untertanen, den Herrn zu ehren (siehe Dan.3:29). Später demütigte er sich sogar unter »den König des Himmels... und pries den Höchsten« und wurde zu einem gerechten Gläubigen! (Siehe Dan.4:34-37.)

Sogar die unterschiedlichen Körperteile, welche die verschiedenen Reiche darstellen, sind ausgesprochen symbolisch. Die Babylonier wurden durch den Kopf dargestellt und waren in der Tat sehr klug und gelehrt. Sie waren in der Astronomie und Astrologie bewandert und hatten viele Wissenschaftler und sehr gelehrte Leute.

39. »Nach dir wird ein anderes Königreich aufkommen, geringer als deines, danach das dritte Königreich, das aus Kupfer ist und über alle Länder herrschen wird.«

Da der Kopf unmissverständlich als Babylon festgelegt wurde, brauchen wir jetzt lediglich einen Blick auf die Geschichte zu werfen, um herauszufinden, welches Weltreich Babylon folgte. Wir lesen in den Geschichtsbüchern, dass Babylon im Jahre 538 v.Chr. erobert wurde und das Doppel-Königreich Medo-Persien folgte.

Dieses Reich wird später, in Daniel 5:30-6:1, sogar mit Namen erwähnt als die Macht, die Babylon bezwingt. Auch der Prophet Jeremia hatte vorausgesagt, dass die Meder Babylon besiegen würden – und das 55 Jahre bevor es geschah, im Jahre 593 v.Chr. (Siehe Jeremia 51:11, 28-29.)

Das Doppel-Königreich der Medo-Perser wird hier durch zwei Arme dargestellt: Die Meder und Perser waren begabte Baumeister und geschickt mit ihren Händen.

Wir wissen von der Geschichte auch: Nach Medo-Persien kam das dritte, bronzene Reich – das Griechische Reich. In einem späteren Kapitel (Dan.8:3-8,20-21) prophezeite Daniel direkt, dass die Griechen Medo-Persien erobern würden. Dies wurde im Jahre 333 v.Chr. erfüllt, 219 Jahre, nachdem die Prophezeiung gemacht wurde!

Die Griechen, durch Bauch und Lenden (Unterleib) dargestellt, waren große Feinschmecker und veranstalteten viele Festmahle. Aber das außergewöhnlichste an den Griechen war wohl, dass Sexualität bei ihnen eine große Rolle spielte und dass sie sehr schöne Aktstatuen anfertigten, die alle Geschlechtsteile zeigten. Es war deshalb sehr zutreffend, dass sie durch den Unterkörper und die Geschlechtsteile des Bildnisses symbolisiert wurden.         Copyright Die Familie 1999-2002

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