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Quelle: Deutsche Welthungerhilfe
www.welthungerhilfe.de

Ungleicher Welthandel

Der Welthandel ist im vergangenen Jahrzehnt jährlich um rund 7 Prozent gewachsen. Überdurchschnittlich stiegen die Handelsanteile der Entwicklungsländer. Doch noch immer fließen gut drei Viertel aller Exporte in die Industrieländer. Und noch immer exportieren viele Entwicklungsländer vor allem billige Rohstoffe. Die Preise für diese Rohstoffe sind nach einer zwischenzeitlichen Erholung auf historische Tiefstände gefallen.

Vor allem die afrikanischen Länder südlich der Sahara bleiben immer weiter zurück. Ihr Anteil am Welthandel ist auf rund 1 Prozent gesunken. Insbesondere der Handel mit ihrem wichtigsten Partner, der Europäischen Union, geht immer weiter zurück. Nichts deutet darauf hin, dass Afrika künftig wieder stärker in den Welthandel einbezogen werden könnte - im Gegenteil.

Immer wichtiger wird der weltweite Handel innerhalb transnationaler Konzerne. Inzwischen gibt es rund über 50.000 weltweit operierende Unternehmen mit mehr als 250.000 Tochterfirmen. Sie wickeln weit mehr als die Hälfte des gesamten Welthandels ab - und immer häufiger innerhalb der Konzernfamilie. Rund ein Drittel der gesamten Weltexporte entfällt bereits auf diesen "internen Firmenhandel".

Künftig werden vor allem jene Länder ihren Exportanteil steigern können, die auch ausländische Investoren anlocken. 1970 flossen rund 5 Milliarden Dollar ausländische Investitionen in Entwicklungsländer. Heute sind es rund 30 mal so viel. Doch die Auslandsinvestitionen konzentrieren sich auf wenige Staaten - vor allem in Asien. Insbesondere an den die ärmeren Ländern Afrikas gehen die Gewinne aus der Globalisierung der Wirtschaft weitgehend vorbei.