09.05.2006
Iran weist EU-Angebot zurück
Ahmadinedschad droht mit "Eliminierung"
Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat das jüngste EU-Angebot zur Beilegung des Atomkonflikts am Mittwoch scharf zurückgewiesen. Zugleich drohte er jeder Macht, die sich gegen den Willen des Irans stellt, mit Niederlage, Demütigung und Eliminierung, wie der Nachrichtensender Khabar berichtete. Danach sagte der Präsident in der zentraliranischen Stadt Arak, die iranische Nation werde keinen Vorschlag akzeptieren, der einen Stopp der Urananreicherung vorsieht
Der Sender zitierte Ahmadinedschad mit den Worten: "Sie (die Europäer) glauben wohl, sie haben es mit einem vierjährigen Kind zu tun, das sie mit Walnüssen oder einem Stück Schokolade täuschen können, um ihm dafür Gold wegzunehmen."
Die EU hatte dem Iran eine weit reichende Zusammenarbeit bei der friedlichen Nutzung der Atomenergie unter der Voraussetzung angeboten, dass Teheran auf eine eigene Urananreicherung verzichtet. Der Westen befürchtet, dass der Iran angereichertes Uran zum Bau von Atombomben verwenden könnte.
"Keinen Stopp akzeptieren"
"Wir werden keinen Stopp akzeptieren, und die Europäer sollten ihre Anreize für sich behalten", sagte Ahmadinedschad. Die Europäer sollten nicht "ihre Interessen gefährden für die unrechtmäßigen Ziele anderer Länder". Richtlinie müssten die Bestimmungen des Atomwaffensperrvertrages sein. "Wir wollen lediglich unsere Rechte gemäß dem Atomwaffensperrvertrag umsetzen, nicht mehr und nicht weniger."
"Die Europäer sollten wissen, dass die Ära von Gewalt und Bedrohung vorbei ist", fügte Ahmadinedschad hinzu. Auch Resolutionen des des Weltsicherheitsrates hinderten den Iran nicht daran, wissenschaftliche Fortschritte zu machen.
Mit Material von dpa