1.Mär. 2005
Katastrophen kosteten 2004 die Versicherungen eine Rekordsumme
Der Hurrikan Frances
führte zu Milliardenschäden.
Foto: © AP
Für die Sachversicherer war 2004 ein immens teures Jahr. Große Schäden richteten vor allem die zahlreichen schweren Stürme an.
Seit Tagen kennt der Euro-Kurs nur noch eine Richtung: nach unten. Die Ablehnung der EU-Verfassung in Frankreich und Gerüchte über ein Scheitern der Währungsunion verunsichern die Märkte.
Naturkatastrophen wie Erdbeben und Stürme haben die Versicherungen im vergangenen Jahr rund 49 Milliarden Dollar (37 Milliarden Euro) gekostet. Das geht aus einer Studie hervor, die der Schweizer Rückversicherer Swiss Re am Dienstag in Zürich vorstellte. Damit hätten die versicherten Schäden eine neue Dimension angenommen.
Durch die Katastrophen starben insgesamt 300.000 Menschen, hieß es. Die Gesamtschäden beliefen sich auf 123 Milliarden Dollar. Der Großteil sei allerdings nicht durch Versicherungen abgedeckt gewesen.
Im Jahr 2004 wurden weltweit rund 330 Katastrophen gezählt, hieß es. Darin enthalten sind nicht nur Naturereignisse, sondern auch von Menschen verursachte Katastrophen. Der Tsunami im Indischen Ozean habe zu rund 280.000 Toten und Vermissten geführt, so die Swiss Re.
Die Schäden gingen 2004 vor allem auf eine Häufung schwerer Stürme zurück. Auch die Konzentration von Vermögenswerten in den betroffenen Regionen hätten zu den hohen Kosten beigetragen, so der Verisicherer. Allein in den USA und der Karibik kosteten Wirbelstürme die Versicherer rund 32 Milliarden Dollar gekostet. In Japan und umliegenden Ländern belastetene Taifune die Versicherer mit sechs Milliarden Dollar.
Der Trend zu steigenden Wertekonzentrationen bei den Stürmen in Florida deutlich geworden. «Die enormen Schäden von 19 Milliarden Dollar sind vor dem Hintergrund der zwischen 1980 und 2001 um 70 Prozent gewachsenen Bevölkerung zu sehen», so die Swiss Re. Im gleichen Zeitraum habe das Bruttoinlandsprodukt Floridas um 130 Prozent zugenommen. (nz)