07. Februar 2005
Finanzielle Hilfe
läuft nur
schleppend an
Sieben Wochen ist es her, dass durch die Tsunami-Katastrophe rund Hunderttausende Menschen ums Leben kamen und Millionen ihre Häuser und Arbeitsstätten verloren. Die Hilfeversprechen waren groß - doch eingelöst wurden bislang nur wenig.
Genf - Bei den Vereinten Nationen ging bislang nur etwas mehr als ein Drittel der von Regierungen gemachten Geldzusagen ein. Das teilte die stellvertretende Leiterin des Uno-Büros zur Koordinierung von Humanitärem Beistand (OCHA), Margareta Wahlström, heute in Genf mit. Der Appell, 760 Millionen Euro für die Tsunami-Hilfe zu spenden, sei von Regierungen in schriftlichen Zusagen weitgehend erfüllt worden. Überwiesen worden seien bisher aber lediglich 280 Millionen Euro. "Es ist ein sehr mühsamer Prozess", sagte Wahlström. Sie bat die Regierungen dringend, ihre Zusagen in "hartes Bargeld" umzusetzen.
Die Zahl der Toten und Vermissten stieg inzwischen auf mehr als 300.000. Allein in der Provinz Aceh im Norden Sumatras starben durch die Flutwellen vom 26. Dezember nach offiziellen Angaben vom Montag 114.573 Menschen, etwa 128.000 gelten noch als vermisst. In Sri Lanka wurden bei der Naturkatastrophe nach Angaben des Ministeriums für Öffentliche Sicherheit 38.195 Menschen getötet. Vermisst werden 6020 Menschen. Die Behörden auf Sri Lanka rechnen mit mehr als 40.000 Toten. In Indien gehen die Behörden unverändert von 10.749 Toten aus, 5640 gelten als vermisst, davon 5554 auf den Andamanen und Nikobaren. In Thailand sind inzwischen 5313 Tote registriert worden. 3396 gelten noch immer als als vermisst.