Grafik: "Die Familie" Logo Grafik: Aufgeschlagene Bücher
Wer wir sind Link zur englischsprachigen Website, MP3 Music Downloads Weltweites Werk Produkte Lese-Ecke E-Cards, Link zur englischsprachigen Website Endzeit News
Inhalt:
Schreib uns
HomePage

ENDZEIT NEWS



Quelle:
NZ Netzeitung GmbH · Albrechtstr. 10 · 10117 Berlin ·
Tel.: 030 240 888-0 · Fax: 030 240 888 801
Alle Rechte © 2004 NZ Netzeitung GmbH



15. Apr 13:10, ergänzt 16:08
Europa weist Bin Ladens Angebot zurück





Mit Empörung haben die EU-Kommission und Regierungen europäischer Länder auf ein Friedensangebot reagiert, das angeblich von Al-Qaeda-Chef bin Laden stammt. Tenor: Es sei nicht denkbar, mit Terroristen zu verhandeln.

Europäische Regierungen haben empört auf die Meldung reagiert, dass Al-Qaeda-Chef Osama bin Laden ihnen ein «Waffenstillstandsangebot» gemacht habe. «Die Idee eines Waffenstillstands mit einer Gruppe, die sich durch Gewalt definiert, ist absurd», sagte ein Sprecher des britischen Außenministeriums am Donnerstag in London.

Der arabische Nachrichtensender Al Arabija hatte zuvor eine Tonaufnahme ausgestrahlt, auf der ein Mann Europa anbietet, künftig auf Gewalt zu verzichten, sollten diese im Gegenzug nicht weiter gegen Muslime vorgehen. Die Stimme wurde bin Laden zugeordnet. Der britische Sprecher sagte, das in der Tonbandbotschaft enthaltene Angebot verfolge die «zynische Strategie, Europa und die Vereinigten Staaten auseinander zu dividieren».

«Mit Terroristen und Schwerverbrechern wie Osama bin Laden kann es keine Verhandlungen geben», sagte ein Regierungssprecher in Berlin.

Frankreich lehnte jeden Kommentar ab. Das sagte Außenamtssprecher Herve Ladsous am Donnerstag.

Prodi: «Es ist unmöglich»

EU-Kommissionschef Romano Prodi sagte, die Regierungen in Europa hätten «keine Möglichkeit», auf ein derartiges Angebot einzugehen. «Wie kann man auf diese Aussage reagieren? Es gibt keine Möglichkeit für eine Vereinbarung unter terroristischer Bedrohung. Es ist unmöglich», sagte Prodi in Shangai.

Auch der italienische Außenminister Franco Frattini wies etwaige Verhandlungen mit bin Laden entschieden zurück. «Es ist absolut undenkbar, dass wir uns an einen Tisch setzen könnten, um Verhandlungen mit Bin Laden aufzunehmen», sagte Frattini in Rom.

Moratinos: Nicht anhören

Der designierte spanische Außenminister Miguel Angel Moratinos empfahl, die Tonbandbotschaft zu missachten. Sie solle «weder angehört werden, noch soll ihr Beachtung geschenkt werden», sagte Moratinos in Madrid.

Der Sprecher auf dem Band hatte unter anderem die Attentate von Madrid gerechtfertigt, bei denen am 11. März fast 200 Menschen gestorben waren. (nz)


nach oben